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Personal als zentraler Wettbewerbsfaktor- Hot Spot Personal im Lentos Kunstmuseum

Von Bianca Altendorfer, MSc | 10.10.2019
Recruiting Trends & Coole Tools | Veranstaltungen / Personal intensiv

Die Arbeitskräfteknappheit in Österreich und Europa, hervorgerufen u. a. durch den demografischen Wandel und die Veränderung der Berufsbilder (z. B. durch die Digitalisierung), hat dazu geführt, dass Unternehmen mit der Herausforderung „Personal als Mangelware“ konfrontiert sind.

Durch aktive Marketingmaßnahmen und Aktivitäten zur Fachkräftegewinnung versuchen Unternehmen, Arbeitskräfte zu akquirieren und langfristig zu binden. Zur Vertiefung und Diskussion dieser zentralen Herausforderungen trafen sich am 26./27. September 2019 zahlreiche Unternehmens- und Ausbildungsvertreter/innen, Personaldienstleister, Arbeitsmarktakteure und Wirtschaftsverbände und Ausbildungsvertreter im Lentos​​​​​​​. Mit dabei auch unsere TRESCON-Experten Dr. Bernhard Winkler, MBA CMC und Bianca Altendorfer, MSc.

 

Das Rationale am Menschen sind seine Einsichten, das Irrationale, dass er nicht danach handelt.“ – Friedrich Dürrenmatt

Herausforderung „Personal als zentraler Wettbewerbsfaktor“

Bereits Friedrich Dürrenmatt (1921-1990) hat festgestellt, dass der Mensch gerne unangenehme Themen und Dinge verdrängt und diese zwar zur Kenntnis nimmt, aber erst spät oder gar nicht danach handelt. Der Trend der Arbeitskräfteknappheit wird schon seit Jahrzehnten von Wissenschaftlern und Experten gepredigt; doch erst seit Unternehmen und Standorte aktiv davon betroffen sind, werden Handlungsalternativen und Strategien entwickelt, um dem entgegenzuwirken. 
DDr. Paul Eiselsberg vom Institut für Markt- und Sozialforschung (IMAS) verwendet dafür das passende Beispiel des ersten Schnees im Straßenverkehr. Obwohl alle wissen, dass man im Dezember mit Schnee rechnen muss, entwickelt sich beim ersten Schneefall ein riesiges Verkehrschaos; paradoxer Weise sind die Autofahrer/innen nicht darauf vorbereit oder rechnen einfach nicht damit. Ganz ähnlich ist es mit der Verdrängung der Arbeitskräfteknappheit aufgrund des demografischen Wandels: dass die Generation der „BabyBoomer“ (je nach Land von ca. 1955-1965) von hohen Geburtsraten nach dem zweiten Weltkrieg in Europa geprägt ist, ist hinlänglich bekannt. Aufgrund von Pensionierung brechen diese nun langsam, aber unaufhaltbar weg. Die sich öffnende Lücke kann aber nur zum Teil durch die Nachfolgegenerationen geschlossen werden. Unter anderem hat auch die Anti-Baby-Pille („Pillenknick“) dazu geführt, dass die Generationen X, Y und Z signifikant schwächer sind als die BabyBoomer. Dieses Ungleichgewicht und damit verbundene negative Folgen auf den Arbeitsmarkt wurden lange verdrängt. Mittlerweile sind Unternehmen und Standorte akut betroffen- Lösungsansätze und Handlungsstrategien sind gefragt!

Wettbewerbsfaktor Unternehmenskultur & Recruiting ​​​​​​​

Mag. Johannes Michael Blätterbinder, Prokurist und Leiter der Abteilung HR Strategie und Steuerung der Energie AG Oberösterreich​​​​​​​, hat in seinem Vortrag neue Strategien im Recruiting und in der Mitarbeiterbindung konkret angesprochen. Seine zentrale Idee ist, dass sich die HR-Abteilung vom Klischee der Verwaltung löst; eine Entwicklung hin zum proaktiven Human Resource Management ist unerlässlich, um Fachkräfte durch Employer Branding und innovative Recruiting-Strategien akquirieren und halten zu können. Die neuen Generationen und damit einhergehende gesellschaftliche Veränderungen führen dazu, dass Unternehmen vorherrschende Motivations- und Recruitingstrategien überdenken müssen. 

Dazu passt sehr gut der Impuls von Mag. Angelika Mascherbauer, Leiterin der Personal- und Organisationsentwicklung der Brau Union Österreich, die in ihrem Statement die Bedeutung der Unternehmenskultur betont. Employer Branding, und damit die Steigerung der Arbeitgeberattraktivität, beeinflusse die Mitarbeitermotivation und Bindung ans Unternehmen ganz wesentlich. Laut Mascherbauer definiert sich ein attraktiver Arbeitgeber durch emotionale Produkte, eine starke Marke, hervorragende Arbeitsbedingungen und eine Unternehmenskultur, die stark sichtbar und wirksam ist. Es lässt daraus schließen, dass gemeinsame Werte und eine gelebte Unternehmenskultur die Mitarbeiterbindung stärkt und somit die Notwendigkeit zur Akquisition neuer Arbeitskräfte langfristig senkt. 

HotSpot Personal - innerbetriebliche Ansatzpunkte zur Auflösung von Personalengpässen

TRESCON-Geschäftsführer Dr. Bernhard Winkler, MBA CMC, zeigte spannende Möglichkeiten zur Entwicklung innerbetrieblicher Entlastungsstrategien auf. Anhand einer Saalumfrage mittels dem Online-Tool Mentimeter wurde gleich zu Beginn sichtbar, dass das Thema „HotSpot Personal“ weitreichende bis außerordentliche Relevanz für die Teilnehmer/innnen hat. Auch für Winkler sind Unternehmens- und Führungskultur entscheidende Faktoren, wobei es einer von der Unternehmensstrategie abgeleiteten Personalstrategie bedarf. Dazu stellt er die Möglichkeit eines „strategischen Mitarbeiter/innen- und Kandidaten/innen-Portfolios“ vor; damit kann nicht nur die aktuelle Unternehmenssituation sichtbar gemacht, sondern auch die zukünftigen Notwendigkeiten simuliert werden. Die Identifikation, Positionierung und Weiterentwicklung der Mitarbeiter/innen ist für Winkler ein zentrales Anliegen. Aber auch sogenannte „Schattenpotenziale“ wie Global Talents, Asylberechtigte, Umsteiger/innen und Azubis 50+ bieten Unternehmen neue Möglichkeiten zur Mitarbeitergewinnung - Unternehmen müssen diese Potenziale nur kreativ nutzen. 
Spannend ist auch das Ergebnis der von ihm abschließend durchgeführten Online- Saalbefragung: Die Teilnehmer/innen sehen ihre Unternehmen bzw. Organisationen in den angesprochenen Handlungsfeldern nur durchschnittlich gut organisiert. Dies verdeutlicht, dass es hier noch viele Chancen und Möglichkeiten für Unternehmen zur Verbesserung gibt.  

Insgesamt präsentierten die Veranstalter eine bunte und interessante Mischung an unterschiedlichen Herangehensweisen und Ansatzpunkten zur langfristigen Sicherstellung der Verfügbarkeit von Arbeitskräften:

Bildquellen
© SIMLINGER Wolfgang/cityfoto

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