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Von Sophia Merten | 15.07.2026

Ist das Generationen-Thema überhaupt noch relevant?

Die altbekannte Diskussion über Generationen und ob wir eigentlich noch darüber reden müssen.

Einleitung

Wie tickt die Generation Z? Worauf müssen wir bei der neuen Generation Alpha achten? Welche Arbeitsmodelle brauchen Millennials, um zufrieden zu sein? Wie gestaltet man die letzten Arbeitsjahre der Baby Boomer? Und was will eigentlich die Generation X?

Stereotypen – zwischen Wahrheit und Wahnsinn

Mittlerweile ist klar, dass die Stereotypen der Generationen teilweise völlig überholt sind. Die Baby Boomer möchten 2 Home-Office-Tage in der Woche haben und die Gen Z will Vollzeit arbeiten. Sich heute nur auf Klischees und Vorurteile zu verlassen – keine allzu gute Idee.

Natürlich steckt in jeder Schublade auch ein Fünkchen Wahrheit. Die Generation X übernimmt gut und gerne Verantwortung, und für Millennials ist Work-Life-Balance non-negotiable. Diese Dinge kommen ja nicht von irgendwoher.

Die Annahmen, die wir über die verschiedenen Generationen treffen, bewegen sich zwischen viel Wahrheit und absurdem Wahnsinn. Wie bei so vielen Themen geht es auch hier darum, eine gesunde Balance zu finden.

Schublade oder offener Chaos-Schrank?

Stereotypen sind wie mentale Schubladen, mit denen wir Menschen in Kategorien einordnen – ein einfacher Mechanismus, um sich schneller zurechtzufinden und unser Gehirn zu entlasten. Mit Stereotypen herrscht Ordnung.

Wenn wir nun aber Generationenbilder aufbrechen, kann es chaotisch werden.

Worauf kann ich mich jetzt noch verlassen? Kann ich davon ausgehen, dass neue Gen Z Mitarbeiter ohnehin nur Teilzeit arbeiten wollen oder kann ich es mit Vollzeit versuchen? Passt ein Millennial in eine starre, repetitive Rolle? Können unsere Gen X Führungskräfte überhaupt in agilen, modernen Teams arbeiten? Will der Baby Boomer eh ein klar abgegrenztes Aufgabengebiet oder vielleicht doch flexibler und dynamischer?

Ja, es wird chaotisch. Die Schubladen stehen jetzt offen und der Krims-Krams kommt raus. Das eine quillt in die andere Schublade rüber, die eine ist überhaupt schon rausgefallen.

Aber Chaos ist ja oft auch einfach authentisch, ehrlich und echt. Und genau das ist auch die Generationenvielfalt. Wir können Personen – Menschen mit individuellen Bedürfnissen und Erwartungen – nicht in starre Schubladen einordnen, sondern müssen sie als die Individuen, die sie sind, sehen.

Jetzt also…

Am Ende des Tages zählt die Person, der Mensch. Und kein überholtes Generationenbild. Eigentlich eh ganz logisch, oder? Müssen wir dann überhaupt noch über Generationen reden?

Ja, irgendwie schon. Weil es gibt sie ja. Und die Unterschiede sind da. Es ist klar, dass Baby Boomer und Millennials nicht gleich ticken, und dass die Generation X die Gen Z manchmal nicht ganz versteht – und umgekehrt.

Also – Generationen, ja. Aber mit einem flexibleren Blick. Die grundsätzlichen Einordnungen sind schon richtig, aber wir können uns nicht immer voll und ganz darauf verlassen.

Eine Person gehört zu einer Generation. Eine Person ist aber nicht ihre Generation.

Anhang: Modelle, die entschärfen

Heute geht es vor allem um die individuelle Person und die Beziehung zwischen einem Menschen und einer Organisation – eine Beziehung, die sich auch wandeln kann. Genau hier greifen alternative Modelle, die die Generationen entschärfen. Wie etwa das MOTIV Resonanztypen-Modell.

Das Konzept: Resonanztypen beschreiben keine starren Persönlichkeitsprofile, sondern Beziehungskontexte zwischen Menschen und Organisationen. Sie variieren über Lebensphasen und ersetzen Generationenklischees durch handlungsrelevante Differenzierung.

Vier Beziehungslogiken, ein Navigationssystem. Einsetzbar im gesamten Employee Lifecycle.

Mehr über das Resonanztypen-Modell lesen Sie in diesem Blogartikel bzw. finden Sie unter motiv.at/resonanztypen-modell.

Bildquellen
TRESCON

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