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Wie Sie eine Rezession überstehen

Von Mag. Bertram Klinger | 21.09.2020
Headhunting & Executive Search | Unternehmens-/ Personalentwicklung

Die offiziellen Daten stehen noch aus - mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit befinden wir uns jedoch aktuell in einer Rezession.

Bank-Noten Bild

Eine Rezession definiert sich als zwei aufeinanderfolgende Quartale mit einem negativen Wirtschaftswachstum. Ein gleichnamiger Artikel des Harvard Business Manager vom Juli 2019 (Autor Walter Frick) widmete sich bereits vor 1 Jahr dieser brandaktuellen Thematik. Und die Erkenntnisse daraus sind gerade jetzt mehr denn je gültig!

 

 

 

Die aktuelle Stimmungslage

Für das Wirtschaftsjahr 2020 geht das WIFO davon aus, dass wir einen BIP-Rückgang von zumindest minus 6,8 % zu erwarten haben. Nach einem sehr schlechten 2. Quartal und einer leichten Erholung in den Sommermonaten warten nun viele Unternehmen gespannt auf die Entwicklung im Herbst 2020. Am Markt gibt es eine inhomogene Stimmung – von Optimismus über Realismus bis hin zu Pessimismus sind alle Meinungen zu hören:

  • Einige Unternehmen befinden sich noch im Überlebensmodus
  • Die Mehrzahl hat sich jedoch bereits auf die neuen Rahmenbedingungen eingestellt und auch organisatorisch neu ausgerichtet. So steuern viele Unternehmen trotz relevanter Umsatzrückgänge auf ein ausgeglichenes Geschäftsjahr 2020 zu. Möglich wird dies aufgrund bereits eingeleiteter kostenrelevanter und organisatorischer Anpassungen gepaart mit wesentlichen staatlichen Förderungen  
  • Und einige Wenige sind auch bereits intensiv dabei, sich strategisch neu aufzustellen und die aktuelle Krise als Chance und mittelfristig als Booster zu nutzen!
     

Um jedoch in diesen Modus zu gelangen, ist es notwendig, seine Hausaufgaben gemacht zu haben!
 

Es war banal gesagt die Vorbereitung, welche Unternehmen rascher erholen ließ. Der Vorsprung, den sie dadurch hatten, konnte vom Wettbewerb über Jahre hinweg nicht mehr eingeholt werden. Doch was bedeutet dies konkret? Folgende 4 Bereiche machten den erheblichen Unterschied aus:

  • Die Verschuldung bzw. Liquidität
  • Die Entscheidungswege im Unternehmen
  • Der Umgang mit der Belegschaft
  • Der Grad der digitalen Transformation

Studien der US-Unternehmensberatungen Bain sowie McKinsey fanden heraus, dass sich Unternehmen, welche diese Herausforderungen gut lösen konnten, nicht nur um 10 % besser als der direkte Wettbewerb entwickelten, sondern direkt nach der Rezession den Gewinn sogar weiter steigern konnten!
 

1. Schulden reduzieren & Liquidität sichern – wie Amazon im Jahr 2000

Eine zwar logisch klingende, jedoch nicht immer befolgte Regel lautet: Achten Sie darauf, dass Ihnen das Geld nicht ausgeht. Ein wesentliches Kriterium, um das Tagesgeschäft weiter finanzieren zu können! Dies ist auch die dringlichste Regel – es macht keinen Sinn, sich um die Neuausrichtung des Unternehmens zu kümmern, wenn die kurzfristigen finanziellen Ressourcen nicht gesichert sind.

Im Jahr 2000 verkaufte ein damals noch wenig bekanntes Unternehmen namens Amazon Wandelanleihen in der Höhe von 672 Millionen Euro. Das 1995 gegründete Unternehmen verkaufte damals Bücher über das Internet. Nur  1 Monat nach diesem Deal platzte die Dotcom-Blase und mehr als die Hälfte der digitalen Startups ging in der Folge Pleite. Wäre dieser Einbruch nur wenige Monate zuvor erfolgt, so hätte sich Amazon nicht die notwendige Liquidität gesichert und es gäbe wohl eines der weltweit bekanntesten Unternehmen heute nicht mehr.

Dabei geht es nicht immer um den Verschuldungsgrad eines Unternehmens, sondern darum, dass genügend Kapital beschafft werden kann. Genau deshalb kamen statistisch gesehen in der Vergangenheit sowohl Unternehmen mit einer niedrigen Verschuldungsquote, als auch Finanzinvestoren mit dem Zugang zu Kapital besser durch eine Krise (Studie McKinsey zur Entwicklung zwischen 2007 und 2011).

Und deshalb erscheint es auch nur als logisch, dass der österreichische Staat gemeinsam mit den Banken vieles daran gesetzt hat , um die Liquidität der Unternehmen nach Ausbruch der Corona-Krise im März 2020 rasch zu sichern!
 

2. Dezentral entscheiden

Wie sich ein Unternehmen während und nach einer Rezession entwickelt, hängt von den relevanten Entscheidungsträgern ab – und vor allem auch davon, wo diese Entscheidungen getroffen werden. Je dezentraler diese Entscheidungswege sind, desto effektiver können diese getroffen werden. In Krisenzeiten steigt der Wert lokaler Informationen. Zusätzlich können Angebote rascher an lokale Gegebenheiten angepasst werden. Auch lässt sich erkennen, dass dieser Effekt nachlässt, wenn sich das wirtschaftliche Umfeld wieder verbessert.

Die Unsicherheit einer Rezession erfordert Experimente. Diese müssen quer über das Unternehmen und marktspezifisch getroffen werden können. Durch diese Agilität lassen sich die sich bietenden Chancen zur Veränderung wesentlich leichter und effizienter nutzen.
 

3. Jobabbau minimieren

In einem Abschwung gehen unvermeidlich Arbeitsplätze verloren. Doch um in der Phase des erneuten Aufschwungs rasch agieren zu können und um die Stimmung und damit einhergehend den Einsatz der Belegschaft hoch zu halten, sollte ein Jobabbau wohl überlegt und so gering wie nötig ausfallen. Auch hier zeigen die empfohlenen zusätzlichen Maßnahmen in Zeiten von Corona Wirkung. Durch flexible Zeitkonten, Abbau von Urlauben, leistungsabhängige Bezahlung und vor allem auch Kurzarbeit lassen sich hier arbeitsplatzsichernde Maßnahmen setzen. Auch wenn sich die globale Marktentwicklung dadurch nicht aufhalten lässt, kann der Arbeitsplatzabbau regional reduziert bzw. unter Umständen sogar vermieden werden.
 

Auf Digitalisierung setzen

Bereits vor COVID-19 wusste man, dass Abschwünge die Hinwendung zu neuen Technologien fördern. Doch noch nie wurde eine derart breite Masse dazu gezwungen, sich hier in den Prozessen und Abläufen derart radikal neu zu organisieren. Mit einher geht ein besonderer Vorteil:  in Zeiten von Rezessionen sind die Opportunitätskosten deutlich geringer. Durch frei werdende Kapazitäten (welche bei Vollauslastung in Unternehmen immer knapp sind) lassen sich Ressourcen für die Einführung neuer Technologien wesentlich leichter nutzen. Hinzu kommt der dadurch erwartete Effekt, in Zukunft sowohl Kosten zu senken als auch agiler und effizienter agieren zu können.
 

Digitale Unternehmen werden gewinnen

Katy George, Senior Partnerin bei McKinsey, gab letztes Jahr folgendes zu bedenken: Unternehmen, die bereits in digitale Technologien, Analytik und agile Geschäftsprozesse investiert haben, können die Bedrohung einer nächsten Rezession womöglich besser verstehen und schneller reagieren. Unternehmen, die die digitale Transformation vernachlässigt haben, könnten feststellen, dass diese Leistungsunterschiede beim nächsten Aufschwung zu groß, ja unüberwindbar werden.
 

FAZIT:

Um es auch nochmals in Erinnerung zu rufen – diese Erkenntnisse stammen aus dem Jahr 2019 und haben 2020 mehr Gültigkeit denn je! Dies lassen bereits zahlreiche eingeleitete Maßnahmen aufgrund von COVID-19 wiedererkennen. Liquidität sichern, marktnahe Entscheidungen treffen, Schlüsselmitarbeiter halten und die Digitalisierung vorantreiben. Die Rahmenbedingungen wurden gesetzt und jetzt liegt es an den Führungskräften, in dieser herausfordernden Marktlage die zukünftige Entwicklung des Unternehmens aktiv zu steuern und die sich bietenden Chancen zu nutzen!

Umso wichtiger ist es, Top-Führungskräfte mit den richtigen Kompetenzen mit an Bord zu haben!

Sowohl persönliche, als auch fachliche und strategische Kompetenzen der Führungskräfte und Mitarbeiter sind heutzutage in vielen Unternehmen erfolgsrelevant. Denn deren Qualität entscheidet darüber, in welche Richtung sich Ihr Unternehmen in Zukunft entwickeln wird. Als Personalberater wissen wir, dass es einen Unterschied macht, welches Management Sie mit an Bord haben. Durch die langjährige Erfahrung im Executive Search, eine klare Methodenkompetenz sowie optional ergänzende Kompetenzanalysen und Assessments begleiten wir Eigentümer, Aufsichtsräte und Geschäftsführungen professionell und diskret bei diesen entscheidenden Such- und Auswahlverfahren.
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Eine Zusammenfassung folgender Quellen:

  • HBP 2019 S. 44-51
  • WKO, WIFO

 

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Bildquellen
Shutterstock

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