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Wie produktiv sind Sie im Homeoffice?

Von Nicole Handschuh, MA | 02.09.2020
Unternehmens-/ Personalentwicklung

Homeoffice hat Einzug gehalten, doch die Meinungen dazu sind immer noch gespalten. Während viele Führungskräfte meinen, die Mitarbeiter seien nicht produktiv in der „Home Environment“, sehen es viele sogar als Vorteil, da man wesentlich konzentrierter arbeiten kann. Natürlich hängt das von der eigenen jeweiligen Situation ab – habe ich Zuhause ein eigenes Büro oder ist der „Arbeitsplatz“ in der Küche oder im Wohnzimmer, funktioniert die Technik (WLAN, Drucker, …), schwirren Kinder, Haustiere, Familienmitglieder um mich herum?

Fakt ist:

Ständige Unterbrechungen sind schlecht für die Produktivität. Es braucht Konzentration, um produktiv zu arbeiten. Doch ist das nur im Homeoffice ein Thema oder generell im Büroalltag?
 

Für uns hat sich die Frage aufgetan: Ist produktives Arbeiten im Homeoffice oder in den Büroräumlichkeiten besser möglich? Unsere Meinung –  weder noch! Störfaktoren können überall auftreten.

Arbeiten im Büro wird nicht in Frage gestellt – die gängige Meinung der Führungskräfte ist, dass die Mitarbeiter anwesend sind und darum sei „alles gut“. Eigentlich muss man sich jedoch fragen, wie konzentriert die Arbeit im Büro gemacht werden kann. Ständig läutende Telefone, Kollegen, die beiläufig Bemerkungen machen oder schnattern, kurze Abstimmungen und ein Termin nach dem anderen – das alles reißt Mitarbeiter regelrecht laufend aus dem Workflow. Büroangestellte werden im Durchschnitt alle elf Minuten bei ihrer Tätigkeit unterbrochen. Laut Experten dauert es 20-25 Minuten, um sich nach einer Störung wieder in die Arbeit zurückzufinden.

Der wirtschaftliche Schaden daraus ist erheblich. Unterbrechungen sind nicht nur schlecht für das Unternehmen, sondern auch für jeden einzelnen.

 

Andauernde Impulse für unser Gehirn bedeuten Reizüberflutung und Zerstreuung​​​​​​​

Der Mensch ist immer schon ein impulsgesteuertes Wesen. Die Digitalisierung und zahlreichen Kommunikationskanäle geben ununterbrochen Reize, denen wir hilflos ausgeliefert sind und die wir nicht mehr verarbeiten können. Unsere Aufmerksamkeit schweift laufend ab. Noch bevor ein Reiz verarbeitet werden kann, springen wir bereits zum nächsten. Dadurch entsteht Erschöpfung!

 

Es geht um Konzentration!

Wann konnten Sie zuletzt Ihre Aufmerksamkeit voll und ganz einer Sache widmen? Wer konzentriert arbeitet, steigert Leistung und Effizienz und benötigt für die gleiche Aufgabe erheblich weniger Zeit und Energie als jemand, der ständig abschweift. Anhaltende Konzentration steigert Produktivität und Wohlbefinden. Einmal im „Flow“, vergisst man alles rundherum und vieles läuft wie von Zauberhand. Experten sagen sogar, dass dieser „Flow“ wie ein geistiger Kurzurlaub ist – sich einer Aufgabe voll und ganz hinzugeben heißt, alles auszublenden, auch die eigenen Gedanken und Sorgen des Alltags. Konzentration macht also glücklich – konzentriertes Arbeiten ist stressfrei, weshalb das Gehirn eine Extraportion Dopamin und Endorphine ausschüttet. Die positiven Auswirkungen konzentrierten Arbeitens sind somit für beide Seiten hilfreich -  für das Unternehmen und den einzelnen Mitarbeiter. Anhaltende Konzentration steigert Produktivität und Wohlbefinden.

 

Wie geht „Konzentration“?

Zugegeben, das Homeoffice und Wegfallen von Telefonläuten, Kollegen usw. löst das Problem nicht von selbst. Es ist nicht einfach, sich zu konzentrieren und es bedarf, gegen die eigenen Impulse und Triebe vorzugehen. Es sind nicht nur externe Störfaktoren, sondern vielmehr auch die eigenen Gedanken "Woher bekomme ich jetzt Schokolade", "Huch, mal sehen, was sich auf meinem Handy so tut“, „Hab ich an alles gedacht, was die Kinder heute Abend brauchen?“. Der erste Schritt, um sich in Konzentration zu üben, ist, sich bewusst über die eigenen Gedanken zu werden und zu verfolgen, wo die eigene Aufmerksamkeit hinfließt. Festzustellen, welche Trigger meiner Konzentration schaden und was meine Aufmerksamkeit erregt, ist das Wichtigste, um diese dann auch auszuschalten bzw. zu bekämpfen. Je mehr Sie sich Ihrer Ablenkungen bewusst werden, desto einfacher wird es, gegen gegen diese anzukämpfen. Für die meisten von uns ist Ablenkung zur Gewohnheit geworden, und der erste Schritt, eine Gewohnheit zu ändern, ist sich bewusst zu sein, dass Sie diese Gewohnheit haben.

 

Aufmerksamkeit und Planung

Der erste Schritt ist also zu erkennen, was Sie ablenkt, um darüber die Kontrolle zu gewinnen. Was erregt meine Aufmerksamkeit gerade? Die Benachrichtigung auf meinem Handy? Der Gedanke an „Was muss ich heute noch einkaufen“? Sobald Sie genau bestimmen können, wohin Ihre Aufmerksamkeit geht, können Sie Schritte unternehmen, um diese umzuleiten.

Auch ein richtiger Start in den Tag und eine entsprechende Planung kann dabei helfen, die Kontrolle zu übernehmen. Organisieren Sie Ihren Tag und setzen Sie Prioritäten, was erledigt werden muss und worauf Sie sich konzentrieren. Eine Aufgabenliste oder To-Do-Liste kann dabei helfen. Legen Sie Zeiteinheiten fest, wann Sie arbeiten und wann Sie Pause machen. Während der „Arbeitsphasen“ hilft es, das Telefon umzuleiten, das Handy außer Sicht- und Reichweite zu legen und den Computer auf lautlos zu stellen sowie E-Mail Pop-ups zu deaktivieren. Zudem hilft, dass Sie sich Ihren Arbeitsplatz organisieren. Ein ordentlicher aufgeräumter Arbeitsplatz ist wichtig. Oder wie es heute auch üblich ist mit „Zonen“ und flexiblen Arbeitsplätzen – suchen Sie sich den Ort, wo Sie die Aufgabe am besten erfüllen können. Manchmal hilft auch ein anderes Umfeld, um in einen anderen Modus abzutauchen.

 

Fazit

Die Fähigkeit, wichtige Arbeiten zu erledigen und produktiv zu arbeiten, hängt weniger davon ab, wo Sie arbeiten, als vielmehr davon, wie Sie arbeiten. Techniken, um die Kontrolle zu gewinnen und die Aufmerksamkeit zu steuern, sind zu Hause genauso nützlich wie im Büro. Das Erkennen, wie und wann Ihre Aufmerksamkeit gestohlen wird, ist der erste Schritt, um die Kontrolle wiederzugewinnen. Eliminieren Sie Störfaktoren und schaffen Sie sich bewusst ein Umfeld, in dem Sie konzentriert arbeiten können. Wir wünschen Ihnen, dass Sie voller Energie den Tag verbringen und zukünftig nicht mehr allzu erschöpft das (Home-) Office verlassen.

 

Eine Zusammenfassung folgender Quellen:

Bildquellen
Shutterstock

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