TRESCON Speaker in München – fesch war's beim Active Sourcing Summit 2019 - TRESCON

TRESCON Speaker in München – fesch war's beim Active Sourcing Summit 2019

Active Sourcing | Recruiting Trends & Coole Tools

Bereits zum dritten Mal fand Anfang April der Sourcing Summit Deutschland – besser bekannt unter #SOSUDE – statt.

Zwei Tage voller geballter Infos rund um die Frage aller Fragen „Wo und wie finde ich mit Active Sourcing die passenden Kandidaten/innen?“. Neben zahlreichen Tipps & Tricks zu alternativen Plattformen, Suchmaschinen und kreativen Suchstrategien stand vor allem die wertschätzende und individuelle Kommunikation mit den Kandidaten/innen im Fokus.

Der Sourcing Summit Deutschland​​​​​​​ vom 3. bis 4. April 2019 in München ist (leider) bereits wieder Geschichte. Über 300 Active Sourcer/innen und HR-Verantwortliche aus der DACH-Region nahmen an diesem 2-tägigen Event teil, um sich bei den über 30 nationalen und internationalen Speakern über aktuelle Trends, Best Practice Cases sowie Tipps & Tricks rund ums Thema Active Sourcing zu informieren.

Dr. Bernhard Winkler, MBA CMC und Christina Ausserwöger, MA von TRESCON wurden heuer zum zweiten Mal in Folge als Speaker beim Sourcing Summit eingeladen. Unser Thema diesmal: Active Sourcing versus Headhunting – ist Active Sourcing wirklich das Headhunting 4.0?

Beim unserem Workshop mit über 60 Teilnehmer/innen wurde intensiv darüber diskutiert – die Meinungen darüber gingen - wie erwartet - weit auseinander, da einerseits für viele Active Sourcing nichts anderes als Direktansprache bedeutet und damit auch Headhunting inkludiert und andererseits zahlreiche Personen diese Abgrenzung als überhaupt nicht mehr zeitgemäß erachten. Am Ende des Tages zählt nur, eine Position erfolgreich zu besetzen; wie und aus welcher Quelle diese stammt, ist nebensächlich. 

Wir bei TRESCON sehen das natürlich differenzierter und setzen bei der Personalsuche auf unterschiedliche Methoden:
Während beim Active Sourcing ausschließlich online nach Kandidaten/innen in Datenbanken, Businessnetzwerken oder dem World Wide Web gesucht wird, sieht der Prozess beim Headhunting anders aus. Ausgehend von einer Zielfirmenliste werden mögliche Zielpersonen in den Unternehmen recherchiert und diese anschließend persönlich und meistens via Telefon kontaktiert. 

Wie die Diskussionen zeigten, gibt es keine klare Antwort auf die obige Frage und auch zukünftig werden wohl die Begriffe Headhunting, Executive Search, Direktansprache und Active Sourcing sowohl von Unternehmen als auch vom Mitbewerb vermischt. 

Was aber sehr gut möglich ist und einen echten Mehrwert bietet, ist die Übertragung der Denk- und Vorgehensweisen aus dem Headhunting auf die eigenen Sourcing-Aktivitäten:

Was kann man als Sourcer/in von Headhunting-Prozessen lernen?

  • Strukturierte, agile Arbeitsweise – der Faktor Zeit ist entscheidend
  • Intensive Vorbereitung vor Start der Aktivitäten
  • Dokumentation aller Prozess-Schritte
  • Unterschiedliche Quellen nutzen und kombinieren
  • Individuelle und personalisierte Ansprache – KEIN Gießkannenprinzip
  • Kurze Reaktionszeiten – Konzentration auf Candidate Experience
  • Prägnante, aussagekräftige Informationen für Kandidaten/innen

Welches Mindset benötigt ein/e Headhunter/in / Sourcer/in?

  • Kombination Kreativität und Strategie
  • „Detektivische Ader“ – Menschen hinter dem Profil sehen, Gespräch suchen
  • Ausgeprägte Vertriebskompetenz – es geht um das „Verkaufen“ eines Jobs
  • Hohe Frustrationstoleranz – die Extra-Meile gehen
  • Hartnäckigkeit
  • Vertrauen aufbauen, persönlichen Kontakt herstellen
  • Coaching der Kandidaten 
  • Coaching der Auftraggeber (Kandidat ≠ Bewerber)

Beim Headhunting wie beim Active Sourcing gilt: Prozesse sind das eine, genauso wichtig (und vielleicht sogar noch wichtiger) ist es, dass die agierenden Personen sich mit der Aufgabe und dem Thema identifizieren können und mit „Herzblut“ dabei sind.  Richtiges Active Sourcing benötigt seine Zeit und lässt sich nicht mal eben so nebenbei machen. Hat man selbst keine Ressourcen, so greift man am besten auf einen Profi wie TRESCON zurück!

Vor und nach unserem Vortrag nutzten wir die Gelegenheit, uns bei den anderen Workshops neue Anregungen für unser eigenes Active Sourcing zu holen und uns mit anderen Sourcern auszutauschen. Hier eine kleine Auswahl:

Sourcing mit LinkedIn

​​​​​​​(Carolin Matthiä von Intercessio sowie Irina Shamaeva):
Viele deutschsprachige Sourcer/innen setzen bei der Suche nach Kandidaten/innen in erster Linie auf XING und behandeln LinkedIn eher stiefmütterlich – ein großer Fehler, wenn man sich die stark wachsenden Mitgliederzahlen vor allem im deutschsprachigen Raum ansieht. Zudem sind LinkedIn-User viel aktiver, „more social“ und antworten schneller und nehmen Kontaktanfragen rascher an. Selbst mit dem kostenlosen Basis-Profil oder auch den verhältnismäßig günstigen Business-Mitgliedschaften und einigen gut kombinierten booleschen Befehlen kommt man rasch an interessante Kandidaten/innen – es muss also nicht immer der teure Corporate Recruiter sein.

Irina zeigte in ihrem Workshop, welche Operatoren aktuell bei LinkedIn verwendbar sind. Eine große Änderung betrifft die Limitierung von „AND“ und „OR“ bei Suchabfragen. Diese sind ab sofort nur mehr ein paar wenige Male verwendbar und nicht wie früher unbegrenzt einsetzbar. Hier empfiehlt Irina, auch die anderen Suchfelder wie Unternehmen und Ort mit der Suchabfrage zu kombinieren, um so zu passenden Profilen zu kommen.

Kandidatenansprache – wie interessiere ich Personen für meine Position?

Das Finden von Kandidaten/innen ist beim Active Sourcing nur die halbe Miete – genau so wichtig und entscheidend ist die Kontaktaufnahme mit den Personen. Zahlreiche Workshops widmeten sich diesem Thema aus unterschiedlichen Gesichtspunkten und das sind die wichtigsten Kernaussagen:

  • Story Telling in der Ansprache steigert die Response-Quote
    Je individueller ich auf Kandidaten eingehe und je aussagekräftiger ich die Aufgaben mit einer „Geschichte“ umschreibe, umso eher antworten Kandidaten/innen. Betreffzeilen wie „Interessantes Karriereangebot“ oder auch „Jobangebot für Sie“ führen lediglich dazu, dass Kontaktaufnahmen sofort gelöscht werden. Erfolgreiche Sourcer/innen lesen aus einem Kandidatenprofil zwischen den Zeilen heraus, worauf der/die Kandidatin bei einem zukünftigen Job Wert legt und binden das in die Ansprache hinein. Sicherlich ein größerer Aufwand, der sich aber mit Sicherheit lohnt. 
  • Urgieren ist nicht Stalken
    Interessant war auch der Meinungsaustausch zum Thema „Urgieren von Kandidaten/innen“. Während einige wenige nur ein einziges Mal eine/n Kandidaten/in kontaktieren, um nicht als aufdringlich wahrgenommen zu werden, urgieren andere zwei oder drei Mal nach. Wir bei TRESCON (link) gehören zur zweiten Gruppen und haben damit gute Erfahrungen gemacht – wichtig ist, dass man auch beim Urgieren sehr persönlich und individuell auf die Kandidaten/innen eingeht. Oftmals sind diese froh, dass wir hartnäckiger sind, da sie z.B. ihre Accounts nicht regelmäßig auf neue Nachrichten abfragen. Wie heißt es so schön – „der Ton macht die Musik“.

Und weil Bernhard Winkler und Christina Ausserwöger es auch wissen wollten, nahmen wir auch an einer Sourcing Challenge teil, bei der wir unsere Suchmaschinen-Expertise zeigen mussten. Zwei der drei gestellten Fragen konnten wir sehr schnell beantworten, doch leider stießen wir bei der dritten Frage an unsere Grenzen; so konnten wir leider keinen „Stockerlplatz“ ergattern. Nur gut, dass wir bei TRESCON unsere Sourcing Experts und mit Daniela Heininger, BEd MA die Gewinnerin des Active Sourcing Awards 2018 im Team haben, die diese Aufgaben wahrscheinlich mit Bravour gelöst hätten! 

Abschließend ein großes Lob an das Organisatorenteam rund um Phil Tusing und Barbara Braehmer von Intercessio für die Organisation dieser großartigen Veranstaltung – die Themenpalette der Speaker war sehr umfangreich und man legte Wert darauf, dass sowohl Sourcing Beginner als auch Sourcing Experts voll auf ihre Kosten kamen.

Und eines ist für uns sicher: Nächstes Jahr sind wir wieder mit dabei – Sie auch?

Bildquellen
TRESCON

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