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Von Sandra Haas | 17.03.2021

Rückblick auf ein Jahr Corona bei TRESCON

Vor knapp einem Jahr erfasste die Corona-Welle auch Österreich – damals konnten wir uns noch nicht vorstellen, wie dies die Arbeitswelt bei TRESCON verändern würde – ein Rückblick:

Anfang März 2020 war die Welt noch in Ordnung. Doch dann war plötzlich nichts mehr wie vorher. Unser Leben hat sich grundlegend verändert – sowohl privat als auch beruflich.

Ich habe meine Kolleginnen und Kollegen aus allen Abteilungen (Backoffice, Consulting, Geschäftsführung, Active Sourcing & Search) gebeten, sich mehreren Fragen zu stellen – hier ist die Zusammenfassung daraus:
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  • Kannst du dich noch erinnern, wie die Situation (beruflich/privat) im März 2020 war, als der 1. Lockdown begonnen hat – was ist deine Erinnerung daran und wie ist es dir in der Situation ergangen?
  • Wie ist TRESCON mit dieser Situation umgegangen?
  • Was hat sich seitdem für dich verändert (beruflich und privat) bzw. was waren die größten Herausforderungen für dich?
  • Was sind deine persönlichen Learnings aus dieser Zeit (die noch nicht zu Ende ist)?

 

1. Wie ist es uns persönlich in der Situation ergangen

Dadurch, dass wir eine bunt gemischte Truppe sind, fallen auch die persönlichen Eindrücke sehr unterschiedlich aus. Die Mütter und Väter unter uns sowie die studierenden Kolleginnen waren plötzlich mit einer neuen Herausforderung konfrontiert: Home Schooling (so mancher würde es vielleicht sogar als Unwort des Jahres bezeichnen). Umso dankbarer sind wir für die Bürotage, die uns ein Stückchen Normalität zurückbrachten und noch immer bringen. Oft fühlen sich diese sogar wie „Urlaub“ an. Anfangs war die Präsenz im Büro nur in Ausnahmefällen gestattet. Lediglich unsere Welcome Area war ständig besetzt. Für die Kolleginnen in Karenz war der neue Büroalltag noch in weiter Ferne, der Mangel an sozialen Kontakten hat sie aber genauso hart getroffen wie uns.

Positiv hervorzuheben ist, dass alle durch die dazugewonnene Freizeit aufgrund von Kurzarbeit in den Monaten April und Mai das schöne Wetter nutzen konnten, spazieren gingen, im Garten arbeiteten oder sonstige Dinge erledigten, die vielleicht nicht ganz oben auf der Lieblings-To-Do Liste standen wie z. B. Ordnung in den Kleiderschränken, am Dachboden, im Keller zu schaffen. Trotzdem hat unsere Performance nicht darunter gelitten – ganz im Gegenteil. Wir sind durch die bessere Work Life Balance deutlich gestärkt aus dieser Situation hervorgegangen!

Aus dem anfänglich vorübergehenden neuen Alltag wurden schnell Wochen und sogar Monate. Die Zweifel, ob wir es schaffen, alles unter einen Hut zu bringen und trotzdem die Grenzen zwischen Privatem und Beruflichem nicht allzu sehr zu vermischen, sind schnell verflogen, als wir merkten, dass mit guter Kommunikation und schriftlich festgehaltenen Strukturen und Abläufen ein genauso professionelles Arbeiten wie in den Büroräumlichkeiten möglich ist. Vor allem, was die teils fehlende IT-Infrastruktur im Home Office betrifft, muss hier unserer Firmenleitung wirklich ein großes Lob ausgesprochen werden. Ob Bürostuhl, neue Tastatur, ein zweiter Bildschirm oder ergonomische Maus – für alle unsere Wünsche hatte die Geschäftsführung ein offenes Ohr und die Adaption erfolgte sehr rasch, womit wir für ein Smart Working zu Hause bestens gerüstet waren.

Auch unsere Zeiteinteilung wurde deutlich flexibler. Dadurch, dass wir keine Kernarbeitszeiten haben, können wir uns hier sehr frei bewegen und die Anfahrtswege, die wir uns durch das Arbeiten im Smart Office sparen, können ebenso effizient genutzt werden.

Über die Frage, ob die Jogginghose das neue Casual-Business-Outfit wird, könnte man eine sehr lange Diskussion führen. Fazit – wenn Zoom-Meetings anstehen, ist es ratsam, sich auch zu Hause angemessen zu kleiden – Karl Lagerfeld würde es uns danken.

 

2. Wie ist TRESCON als Unternehmen mit dieser Situation umgegangen

Übersteht TRESCON die Krise? Wenn so viele wirtschaftliche Einbrüche erfolgen, wird dann überhaupt noch Personal gesucht? Wie geht es mit uns weiter? Das alles waren Fragen, die in unseren Köpfen umhergeschwirrt sind – zum Glück unberechtigt, wie sich schnell herausstellte. Die TRESCON-Welt hat sich weitergedreht, man könnte sagen, sie kann sich jetzt sogar in alle Richtungen drehen und das im gleichen Tempo wie früher, wenn nicht sogar schneller.

Bereits vor dem ersten Lockdown wurden intern neue Sicherheitsrichtlinien definiert z.B. kein Händeschütteln mehr und Tragen von Masken in den Büroräumlichkeiten. Desinfektionsmittel sowie Masken wurden zu diesem Zeitpunkt schon zur Verfügung gestellt.

Wir sind sehr professionell mit der Umstellung umgegangen. Rasch wurde der Fokus auf die Weiterentwicklung unserer digitalen Kompetenzen gelegt, um ein Smart Office zu ermöglichen. Mittlerweile ist aus der vorübergehenden Lösung eine dauerhafte geworden und wie so oft im Leben – man wächst mit den Aufgaben & Herausforderungen.

Manche Kunden und Kandidaten wollten anfangs nicht wahrhaben, dass die Termine hybrid bzw. online stattfinden, da der persönliche Eindruck enorm wichtig ist. Doch auch, wie man sich beim Zoom-Meeting präsentiert, kann Aufschluss auf die Persönlichkeit geben, wo wir wieder beim Thema Jogginghose angelangt wären.

Die Kurzarbeit wurde auch genutzt, um unsere Kompetenzen durch Mitarbeiterschulungen auszubauen – TRESCON als HR-Marketingagentur​​​​​​​, unsere Prozesse zu optimieren und auch unsere Handbücher wieder auf einen aktuellen Stand zu bringen. Wenn man allein im Homeoffice sitzt und nicht schnell mal die Kollegen um Rat fragen kann, sind dokumentierte Abläufe enorm wichtig.

Zu Beginn hatten wir als Team sehr mit den vielen Veränderungen zu kämpfen. Als wir jedoch merkten, wie effektiv wir auch mit weniger (gemeinsamer) Zeit sein können, war auch das Vertrauen in uns selbst und als Team schnell wiederhergestellt. Und auch den Müttern und Vätern wurde sehr viel Verständnis für die neue Situation entgegengebracht.

 

3. Was hat sich seitdem verändert (beruflich und privat) bzw. was waren die größten Herausforderungen?

Für die meisten war die größte Herausforderung, alles unter einen Hut zu bringen, ohne dass die Arbeit, die Familie oder auch der Haushalt darunter leiden. Die Meinungen, ob man zu Hause effizienter arbeiten kann oder doch nebenbei andere Dinge auch erledigt, gehen auseinander. Das Smart Office war einigen Mitarbeitern anfangs noch ein Dorn im Auge. Man kann nicht mehr so einfach „den Schalter umlegen“, sobald man das Büro verlässt. Plötzlich hat man die Möglichkeit, auch mal an freien Tagen/abends im Maileingang nachzusehen, ob die erwarteten Bestätigungen schon eingetroffen sind. Das ist die Kehrseite der Medaille.

Das ewige Hin und Her zwischen hartem Lockdown, Lockdown Light, zwei Personen treffen, keine Personen treffen, sich ganztags oder doch nur bis 20 Uhr frei bewegen zu können oder gleich zuhause bleiben zu müssen - der Mensch als soziales Wesen leidet sehr darunter. Da sind die Tage im Büro ein großer Pluspunkt, wenn auch mit Maske und Abstand. Es ist schön, sich zu sehen!

 

Ebenso ist es schwierig, das Teamgefüge zusammenhalten. Wir waren oft gemeinsam essen oder haben den Abend nett ausklingen lassen – das letzte Mal liegt schon einige Zeit zurück und die meisten sehnen sich wieder nach ausgelassenen Gesprächen im gemütlichen Rahmen. Um dem entgegenzuwirken, führen wir bald ein neues Kommunikationstool abseits von E-Mail oder WhatsApp ein – darüber berichten wir dann gerne wieder in einem eigenen Beitrag ;-)

 

4. Was sind die Learnings aus dieser Zeit?

Mit dem neuen Setting und Arbeitsumfeld galt es, gewisse Routinen zu erarbeiten. Zoom-Meetings wurden zum Alltag. Es ist wunderbar, wenn die Stimmung während der Online-Meetings exakt dieselbe ist wie bei einem face-to-face Meeting – großer Pluspunkt: daheim spart man sich die Maske.

An den Bewerberzahlen und Reaktionen im Active Sourcing haben wir gemerkt, dass in schwierigen Zeiten die Veränderungsbereitschaft am größten ist. Nach der anfänglichen Unsicherheit, wie es weitergehen soll, hat sich herauskristallisiert, wie die verschiedensten Unternehmen mit der Krise umgehen und die Mitarbeiter somit halten können – oder auch nicht.

 

Fazit

Alles in allem können wir sehr stolz auf uns sein, wie wir mit dieser Krise umgegangen sind und was wir daraus gemacht haben. Wir haben unseren Drive nicht verloren, sondern sogar gesteigert! Und unsere Arbeit machen wir noch immer mit Humor, Energie, Freude und Teamwork, und das ist auch nach außen spürbar. Komme, was wolle, solange wir zusammenhalten, trotzen wir als Team-TRESCON jeglichen Widrigkeiten!

Bildquellen
Shutterstock

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