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Recruiting vs. Active Sourcing

Von Laura Thürauer, MA | 06.02.2020
Active Sourcing | Recruiting Trends & Coole Tools

Recruiter und Active Sourcer unterscheiden sich im Mindset und in der Aufgabe. Es braucht beides, um erfolgreich zu sein.

Mitarbeiter suchen und finden (und auch weiter halten) ist gerade das oberste Credo in jeder Personalabteilung. Spezialisten für die unterschiedlichsten Tätigkeitsfelder werden wie die Nadel im Heuhaufen gesucht. Bewirbt sich dann endlich eine/r oder sogar zwei, stellt man überrascht fest: alle gewünschten Anforderungen im Unternehmen erfüllt auch diese/r Kandidat/in nicht. Recruiting verwandelt sich somit Stück für Stück in eine Detektivarbeit mit viel Feingefühl und einer ordentlichen Portion Durchhaltevermögen. Denn einfach oder gar rasch geht hier nichts mehr.

Daher wird Active Sourcing immer beliebter (und auch unerlässlicher). Als Definition von Active Sourcing gibt es im World Wide Web unterschiedlichste Definitionen. Wir von TRESCON verstehen darunter das professionelle Suchen und Finden geeigneter Kandidaten und die aktive Ansprache dieser. Wir suchen und identifizieren potenzielle Kandidaten in Business Netzwerken (Social Media), in von TRESCON​​​​​​​ abonnierten Online-Lebenslauf-Datenbanken sowie in weiteren zielgruppenspezifischen Internetplattformen und sprechen diese zu Ihrer ausgeschriebenen Position professionell und individuell an.

Genau hier wird es nun spannend. Denn viele Recruiter oder Personalisten denken „Das kann doch jeder mit den richtigen Zugängen zu den Plattformen.“ Natürlich denkt diese Zielgruppe das, denn es wird ihnen ja auch seitens der Plattformbetreiber genauso verkauft. Wir sagen jedoch NEIN – Active Sourcing kann nicht jeder und will gelernt sein.

Recruiter vs. Active Sourcer

Recruiting läuft in vielen Unternehmen mittlerweile hoch standardisiert ab. Der Prozess und die Abläufe sind allen Beteiligten klar und werden strikt eingehalten. Demnach sind Recruiter wahre Prozessspezialisten. Denn im Dschungel der Bewerbungen und der unterschiedlichsten Positionen den Überblick zu behalten, bedarf eines gut organisierten Prozesses.

Active Sourcer hingegen sind echte Such- und Kommunikationsspezialisten. Denn Active Sourcer beginnen jeden Auftrag bei 0 – nämlich 0 Bewerbungen, im Vergleich zu Recruitern. Active Sourcer überlegen sich demnach zu Beginn jeder Suche, wie das Profil von spannenden Kandidaten aussehen könnte. Wo könnten Sie studiert haben? Wie könnte der aktuelle Jobtitel lauten? Wo arbeiten jene Personen jetzt aktuell bzw. in der Vergangenheit? Diese und noch viele andere Fragen beantwortet ein Active Sourcer zu Beginn jeder Suche und definiert so ein Master Profil. Dieses Master Profil umfasst den Top Kandidaten mit allen Qualifikationen und Kompetenzen für die ausgeschriebene Stelle. Erst dann geht es richtig los.

Sie machen sich auf die Suche und durchforsten das Internet, interne und externe Datenbanken oder gehen auch unkonventionelle Wege. Mit Hilfe der zuvor definierten Keywords tauchen dann die Kandidaten auf dem Bildschirm auf. Wer denkt, dass hier die Arbeit schon getan ist, der irrt. Denn gerade die Ansprache bedarf sehr viel Feingefühl.

Standardisierte Ansprachen sind der Tod des Active Sourcings

Jeder von uns hat wohl schon einmal ein Anschreiben mit den Worten: „Ich hätte hier einen spannenden Job für Sie“ gelesen, und seien Sie ehrlich – wie oft war dieser Job wirklich spannend?

Ansprachen, die persönlich sind und auf den Punkt kommen, sind viel attraktiver und erhöhen die Rücklaufquote enorm. All jene Informationen zu verarbeiten und in Form zu gießen, braucht Zeit und Können.

Recruiter bekommen im Jahr mehrere hundert - wenn nicht tausend - Bewerbungen, hier auf jede/n einzugehen, wäre realistisch gesehen gar nicht möglich. Active Sourcer hingegegen sprechen nur eine kleine Anzahl an Kandidaten an und können hier keine Textbausteine verwenden, da die Kunst im Active Sourcing darin liegt, die Aufmerksamkeit überhaupt erst einmal zu bekommen. Genau das gelingt am elegantesten über eine wirklich persönliche Ansprache.

Puzzlespiel vs. Silbertablett

Active Sourcer sind Forscher, die es lieben, neue Wege zu beschreiten, wohingegen Recruiter sich an die bewährten Prozesse halten und kaum davon abweichen wollen. Werden einem Recruiter die Bewerbungsunterlagen, oder zumindest der Lebenslauf, auf dem Silbertablett serviert, so muss sich der Active Sourcer jeden Bestandteil des Lebenslaufs einzeln zusammensuchen. Es ist vergleichbar mit einem Puzzle. Hat man den Namen, lässt sich der Wohnort herausfinden, weiter geht es mit der Ausbildungsstätte bis hin zum aktuellen Arbeitgeber. Aus all diesen Einzelinformationen ergibt sich dann erst ein Gesamtbild. Hier beginnt das wirkliche Detektivspiel.

Geduld vs. Reaktion

Gefällt dem Recruiter ein Bewerberprofil, wird meist sehr rasch darüber entschieden, ob er/sie eine Einladung in die nächste Runde bekommt. Ist dies der Fall, kann rasch zum Hörer gegriffen werden. Der Recruiter sitzt somit am längeren Ast und kann entscheiden. Anders sieht dies bei einem Active Sourcer aus. Denn die Ansprache und die Rückmeldung der Kandidaten nimmt Zeit in Anspruch. Hier ist in jedem Fall viel Geduld gefragt. Daher braucht Active Sourcing auch eine längere Vorlaufzeit

Positives Image vs. Negativer Markenbotschaft

Wie bereits erwähnt, sprechen Active Sourcer nur einen kleinen Kreis von passenden Kandidaten an – hier wird auch von einer Short List gesprochen. Jene Kandidaten kommen für die ausgeschriebene Position zu 95 % in Frage und es liegt an den Kandidaten, die Chance zu ergreifen. Hingegen müssen Recruiter oft einer Vielzahl an Kandidaten absagen, die sich durch Bewerbungen für die Stelle gemeldet haben. Diese negativen Rückmeldungen hinterlassen oftmals eine schlechte Markenbotschaft und hindern Kandidaten häufig vor einer Wiederbewerbung. Active Sourcer hingegen umgarnen die Kandidaten, schätzen deren Kompetenzen und bieten eine weitere Möglichkeit. Dies wird meist als sehr positiv wahrgenommen.

Es braucht beide

Active Sourcing alleine ist keine Wunderwaffe, es unterstützt das Recruiting und umgekehrt. Um schlussendlich eine gute Besetzung zu erzielen, müssen beide Faktoren beachtet werden. Beide Methoden sind somit gleichwertig.

Jedoch ist es wichtig zu wissen, dass ein guter Recruiter nicht auch ein guter Active Sourcer ist. Es braucht unterschiedliche Leidenschaften und Kompetenzen. Das Mindset in der jeweiligen Funktion unterscheidet sich stark von der anderen. Haben Sie schon eine/n, zwei… Recruiter/in im Haus? Dann setzen Sie doch auf TRESCON​​​​​​​ und lassen Sie uns das Active Sourcing für Sie übernehmen!

Bildquellen
Shutterstock

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