Candidate Journey - Candidate Experience in Europa – was denken Unternehmen?

Candidate Journey

Fahrplan für überzeugendes Recruiting. Bewerber/innen begeistern und Anzahl signifikant steigern!

Dem Thema Candidate Experience kann sich mittlerweile kein Unternehmen mehr entziehen. Es sollte inzwischen selbstverständlich sein, den Recruiting-Prozess an die Erwartungen und Bedürfnisse der Kandidaten/innen auszurichten, benutzerfreundliche Prozesse anzubieten und Bewerber/innen zuvorkommend, wertschätzend und auf Augenhöhe zu behandeln. Jedoch gibt es in der Praxis noch große Lücken zwischen Wunsch und Wirklichkeit - das Thema wird als wichtig eingestuft, jedoch fällt es Unternehmen noch schwer, Handlungsfelder zu identifizieren und konkrete Verbesserungsmaßnahmen zu ergreifen.

Textkernel, ein Anbieter von semantischen Recruiting-Technologien, hat eine Befragung von 269 Unternehmen aus 5 Ländern (Deutschland, Österreich, Frankreich, Niederlande und Großbritannien) durchgeführt und Unterschiede im Bewerbungs- und Recruiting-Prozess analysiert.

ONE-CLICK-BEWERBUNG UND MOBIL-OPTIMIERUNG

Unternehmen aus den Niederlanden (48 %) und Großbritannien (42 %) sind die Spitzenreiter, was mobile Bewerbungsmöglichkeiten mit dem eigenen Lebenslauf oder dem Profil aus sozialen Netzwerken wie XING und LinkedIn betrifft. Österreich und Deutschland (jeweils 31 %) und Frankreich (30 %) haben hier noch deutlichen Aufholbedarf.

Die befragten europäischen Unternehmen räumen dem Thema Mobil-Optimierung durchaus eine immer wichtiger werdende Bedeutung im Recruiting-Prozess ein, jedoch reagieren noch sehr viele mit Zurückhaltung in der Umsetzung, wie nachstehende Übersicht verdeutlicht:



Dies sollte insofern nachdenklich stimmen, als die Mobil-Optimierung von Websites inzwischen ein wichtiger Google-Ranking-Faktor ist und sich die mobile Jobsuche zwar langsam, aber sicher durchsetzt. So suchen inzwischen mehr als 60 % der deutschen Bewerber/innen auf mobilen Geräten nach Stellenangeboten; die Zahlen aus Österreich sind ähnlich!

Ein weiterer wichtiger Faktor der Candidate Experience stellt die Schnelligkeit im Recruiting-Prozess dar. Englische und niederländische Unternehmen schließen meist innerhalb von 2 Monaten Personalsuchen ab; Österreich und Deutschland lassen sich dabei mehr Zeit und benötigen 3 bis 4 Monate, um neue Mitarbeiter aufzunehmen. Diese langen Bearbeitungszeiten führen jedoch auch dazu, dass Bewerber den Prozess abbrechen - wie viele genau, darüber herrscht bei den meisten europäischen Unternehmen zumeist Unwissenheit, da keine Zahlen dazu erhoben werden. Zumindest englische Recruiter kennen die Abbrecherquote und beziffern diese mit rund 20 %. In Zeiten von Fachkräftemangel und dem "war for talents" stellt sich die Frage, ob sich Unternehmen tatsächlich solche Quoten überhaupt noch leisten können (bzw. wollen).

EMPFEHLUNGEN FÜR DAS EIGENE UNTERNEHMEN

Aus den Befragungen ergeben sich drei grundlegende Empfehlungen:

  • Von anderen Branchen lernen:
    Anstatt sich mit Kollegen zu vergleichen, sollte man sich Best-Practice Beispiele aus anderen Branchen ansehen wie bspw. Prozesse aus dem e-commerce-Business, die mit hoher Geschwindigkeit sowie einfacher Bedienbarkeit punkten und diese für die eigenen Recruiting-Prozesse adaptieren.
  • Aufbau eines Talentpools
    Der Bewerbermarkt wird mehr und mehr übersichtlicher. Bewerber/innen, die für gerade vakante Positionen nicht passen, sollten "gehegt und gepflegt" werden, um sie bei zukünftigen Suchen wieder aktivieren zu können. Eine konstante Versorgung mit relevanten Informationen und speziellen Angeboten des Unternehmens für die Talent-Pool-Mitglieder ist unerlässlich, um eine starke Bindung zwischen Unternehmen und Talenten herzustellen.
  • Einsatz von neuen Technologien
    Moderne Technologien, welche die Bewerbungsabgabe für die Kandidaten erleichtern oder für diese einen Mehrwert während des Recruiting-Prozesses bieten, erhöhen die Candidate Experience signifikant. Durch den Einsatz solcher Tools wird auch die Außenwahrnehmung eines Unternehmens positiv beeinflusst, da dadurch Zuschreibungen wie Modernität und Innovationsstärke erfolgen.

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Autorin: Christina Ausserwöger, MA TRESCON-Consultant und Candidate Journey-Guide

 

Quelle: Textkernel. A European Perspective on Candidate Experience. Online verfügbar unter www.textkernel.com/de/5-europaische-laender-im-vergleich-zum-thema-candidate-experience/

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