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Lesedauer: 8 min

Sprechen Sie Social Media?

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Facebook, WhatsApp, Instagram: Um Bürger zu erreichen, nutzen Gemeinde unterschiedliche Medien. Wir geben einen kurzen Überblick einschließlich Dos und Don‘ts!

Einleitung

Früher reichte es, wenn Gemeinden ihre Bürger über die Gemeindezeitung, Postwurfsendungen sowie Aushänge auf dem Schwarzen Brett über Relevantes im Ort informierten. Durch die neuen Möglichkeiten der Kommunikation und des Austausches über soziale Medien sind Gemeinden in der Lage, ihre Kommunikations- und Informationswege anzupassen, um dadurch möglichst viele Gemeindebürger zu erreichen. Die Vorteile liegen klar auf der Hand: Relevante und unterhaltsame Informationen können rasch geteilt werden und sind tagaktuell; dazu kommt die Chance, sich mit der Bevölkerung, potenziellen neuen Gemeindebürgern, der lokalen Wirtschaft und Touristen auszutauschen. Aber welche Plattformen sind sinnvoll, welche Altersgruppe erreicht man wo und wie kommuniziert man am besten über Facebook & Co?

Facebook

​​​​​​​  Facts:

​​​​​​​rund 3,4 Millionen aktive Mitglieder in Österreich, Zielgruppe ab 25-30 Jahre

Facebook ist eine der beliebtesten Plattformen und quasi die „Mutter“ aller Social Media-Kanäle. Man erreicht über dieses Medium eine sehr breite Zielgruppe und kann sich - bei entsprechendem Engagement - eine große Reichweite erarbeiten. Bei Facebook steht die regelmäßige (!) Kommunikation und der intensive Austausch mit der Community im Vordergrund; die Beliebtheit steigt und fällt mit der Reaktion auf Kommentare. Damit kommen wir aber gleich zu einem wichtigen Punkt: Je mehr Abonnenten, desto mehr Kommentare fallen an - auch kritische. Es braucht daher als Betreuer des Accounts eine große Portion Gelassenheit und Fingerspitzengefühl im Umgang mit herausfordernden Postings.

+ große Reichweite
+ bunte Mischung an Themen und Inhalten generiert Interesse und Interaktion

- Regelmäßige Postings (idealerweise täglich)
- Betreuung des Accounts muss klar geregelt sein
- Oftmals „rauerer“ Umgangston

Fazit:

Ein Muss für jede Gemeinde

Instagram

​​​​​​​  Facts:

rund 2,4 Millionen Mitglieder in Österreich, sehr beliebt bei unter 35-jährigen, gehört zum Facebook-Konzern

Instagram legte in den letzten Jahren ein rasantes Wachstum hin. Im Fokus der Plattform stehen Bild- und Videoinhalte, die gelikt und kommentiert werden können, was wiederum zu einer sehr hohen Interaktionsrate führt. „Schöne“ und gut inszenierte Bilder sowie das Teilen von selbst erstellten Kurz-Videos via Stories wecken das Interesse - daher sollte man gut mit der Kamera umgehen können. Spannend sind beispielsweise Einblicke in den Gemeinde-Alltag oder die Vorstellung von Mitarbeitern/innen, Gemeindebilder aus der Vergangenheit (z.B. aus der Gemeinde-Topothek) und dgl. - der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt!

+ Jüngere Zielgruppe wird angesprochen
schriftstellerische Qualitäten sind nicht notwendig - Bilder sind wichtiger
+ tägliches Posten nicht unbedingt notwendig - Qualität der Inhalte zählt

- Grafische Grundkenntnisse notwendig

Fazit:

​​​​​​​Ausprobieren und Erfahrungen sammeln

YouTube

​​​​​​​  Facts:

am meisten genutzter Social-Media-Kanal in Österreich, vor allem bei Jugendlichen als Informations- und Suchkanal beliebt

YouTube gehört zum Google-Konzern und ist quasi der „Fernseher“ der jungen Generation. Diese Plattform bietet die Chance, Gemeindethemen bei dieser Zielgruppe zu platzieren. Von Gemeinden wird die Plattform spärlich genutzt - Ressourcen und Aufwand sind erheblich. Wer spontan erstellte Videos posten will, ist mit den Live-Streams von Facebook und Instagram besser bedient.

Fazit:

Aufwand und Nutzen stehen für eine Gemeinde kaum in Relation

LinkedIn

​​​​​​​  Facts:

rund 1,5 Millionen User in Österreich, „seriöses“ Pendant zu Facebook, Zielgruppe ab 30 Jahre

LinkedIn gehört zu den weltweit erfolgreichsten professionellen sozialen Netzwerken. Hier findet man einerseits interessante Kontakte (auch aus dem Gemeinde-Umfeld!) und andererseits relevante Informationen und Inhalte zu den unterschiedlichsten geschäftlichen Themen. Die Plattform wird zudem auch intensiv genutzt, um mit (potenziellen) neuen Mitarbeitern in Kontakt zu treten, da von Usern oftmals deren gesamter Werdegang öffentlich zugänglich ist.

+ Vorstellung von Gemeinde-Aktivitäten (z.B. innovative Projekte, Preise etc.)
+ Austausch mit Gemeindevertretern (Amtsleiter, Bürgermeister)
+ Personalmarketing-Aktivitäten (Positionierung der Gemeinde als moderner Arbeitgeber)

- Weniger geeignet für Interaktion mit Gemeindebürgern
- Zeitaufwand (Erstellung von qualitativ hochwertigeren Inhalten)

Fazit:

Spannende Plattform, um über relevante Gemeinde-Themen zu berichten und mit potenziellen Bewerbern in Kontakt zu treten 

Tipps

Die Betreuung von Social-Media-Kanälen verlangt neben Ressourcen auch ein gewisses Grund-Know-how zu den Funktionalitäten; klare Verantwortungsbereiche und Vertretungsregeln sorgen intern für Sicherheit. Worauf sollte noch geachtet werden?

​​​​​​​Rasches Reagieren

Gerade bei Konfliktthemen ist es wichtig, sehr rasch auf Social Media Postings zu reagieren - auch das beste Mittel, um einen „Shitstorm“ zu vermeiden.

Konzentration auf relevante Kanäle

Es macht keinen Sinn, jeden Trend auf Social Media mitzumachen und Accounts für alle möglichen Plattformen anzulegen, diese jedoch nicht regelmäßig mit Inhalten zu versorgen. Daher ist es besser, die oftmals knappen zeitlichen und personellen Ressourcen für jene Plattform(en) einzusetzen, die für eine Gemeinde am meisten Sinn macht.

Stressfreier posten mittels Redaktionsplan

Ohne Plan und Konzept geraten Social Media-Kanäle im Gemeinde-Alltag „unter die Räder“. Um ausreichend Inhalte zu generieren, empfiehlt sich ein Redaktionsplan (z.B. wochen- und monatsweise unterteilt), in dem man Postings zu wichtigen Terminen (Veranstaltungen, Wahlen etc.) vorausplant und erfasst, wer wann welche Inhalte liefert. Gute Planung beugt Stress vor und man sieht auf einen Blick, wer gerade woran arbeitet und welche Inhalte zu erwarten sind.

 

Aller Anfang ist nicht einfach - im Laufe der Zeit werden die Abläufe immer routinierter und professioneller und desto mehr profitiert Ihre Gemeinden von Social Media - vielleicht sogar bei der nächsten Stellenausschreibung?

Bildquellen
Shutterstock

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