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SCHNELLER!

Von | 09.01.2020
Kompetenzanalyse & Eignungsdiagnostik

Die Welt beschleunigt sich rasant: Digitalisierung, Automatisierung, Industrie 4.0. Gleichzeitig zieht die Beschleunigung der Technik einen sozialen und kulturellen Wandel mit sich. Welche Fähigkeiten braucht man, um da noch mitzuhalten?

Andreas Weigend lebt auf der Überholspur. Heute Deutschland, morgen Schweden, Zwischenstopp in Helsinki – der frühere Chefwissenschaftler von Amazon berät rund um den Globus Firmen zum Thema Big Data, wohnt in San Francisco und Shanghai, gehört dem Digitalrat der Bundesregierung an und ist pausenlos unterwegs. Weigends Leben verläuft so, wie er es als Digitalexperte predigt: „Wir müssen nicht nur über die erste Ableitung, sondern auch über die Zweite reden“, sagt der promovierte Physiker und bezieht sich damit auf das berühmte Mooresche Gesetz, demzufolge die Leistungsfähigkeit von Computerchips sich alle ein bis zwei Jahre verdoppelt. „Die Welt beschleunigt sich rasant. Das überfordert unser Vorstellungsvermögen. Egal, welche Regeln wir uns heute für den Umgang mit dieser Technik überlegen – wir können davon ausgehen, dass sie in einem Jahr überholt sind.“ (A. Weigend zitiert nach Die Zeit, 2019) 

Wir leben in einer Zeit der Beschleunigung 2.0

Der Artikel in Die Zeit (2019) bringt es auf den Punkt: Wir leben in einer Zeit des exponentiellen Wachstums, die alles Dagewesene sprengt. „Bis 12 geklickt, heute da“ verspricht der „Evening Express“ eines Online Händlers. Die analoge Landschaft eines schwedischen Möbelhauses wird hingegen zunehmend karger. In China leistet die Messenger-App WeChat schon all das, was PayPal, WhatsApp oder Facebook separat erledigen. Anstelle von Visitenkarten scannt man das WeChat-Profil des Gegenübers und 2 Klicks später ist die geschäftliche Kommunikation verarbeitet. Eine Studie der Michigan State University zeigt, weltweit werden mehr als 281 Milliarden E-Mails pro Tag verschickt. Gleichzeitig sinkt die Produktivität von Manager/innen nachweisbar mit der Höhe des Posteingangs. „Die E-Mail ist die Kakerlake des Internets. Man kann sie bekämpfen – ausrotten kann man sie nicht“ meint Cal Henderson, Gründer des Start-up-Unternehmens Slack, dazu. Als Lösung bietet er mit „Searchable Log of all Conversation and Knowledge“ ein zentrales Logbuch der Kommunikation an, in dem sich alle Unterhaltungen und alles Wissen leicht wiederfinden lassen. (vgl. Die Zeit, 2019)

Information Overload vs. Digital Detox

Vieles, was gestern selbstverständlich erschien, kann morgen schon überholt sein. Unser Gehirn kann die Dynamik solcher Exponentialentwicklungen jedoch nicht begreifen. Dies wird noch deutlicher, wenn man sich die Statistiken der WHO (2019) ansieht. Die Anzahl der psychischen Erkrankungen war noch nie so hoch wie jetzt: Ca. 25 % der Bevölkerung leiden pro Jahr an Depressions- oder Angstzuständen, innerhalb der Europäischen Union (EU) machen neuropsychiatrische Störungen sogar 26 % der Krankheitslast aus. Die durch Stimmungsstörungen und Angstzustände in der EU verursachten Kosten werden mit 170 Mrd. € pro Jahr veranschlagt. Als Konsequenz bieten Hotels jetzt Urlaub zur „Entschleunigung“, Zeitschriften werben mit „Digital Detox“ und anstelle von Fast Food kauft man regional und nachhaltig. Der hörbare Wunsch nach „Work Life Balance“ und Flexibilität im Job ist kein Affront der Jugend, sondern die Antwort einer digitalen Generation Z, um in einer agilen Welt zu bestehen und eine politische und ökonomische Notwendigkeit, um als Mensch mit der Technik mithalten zu können. 

Eine digitale Welt erfordert Menschlichkeit

Tatsächlich wird in der digital beschleunigten Welt kaum etwas so sehr benötigt wie die Fähigkeit, sich nicht ständig ablenken zu lassen und die eigenen Prioritäten nicht aus dem Blick zu verlieren. In China lehrt man daher Kindern ab 3 Jahren bewusste Methoden der Geisteskontrolle als Mittel zur Selbstverteidigung gegen die digitale Ablenkung. „Ein Kind muss wieder lernen, auch einmal Langeweile aushalten zu können“ postuliert Prof. Dr. Arnold Mettnitzer (vgl. Der ermutigte Mensch, 2018). In einer Konsumwelt, wo es alles gibt und sofort verfügbar ist, und wir ständig mit neuen Informationen überflutet werden, müssen Dankbarkeit, Achtsamkeit und Ruhe erlernt und wieder kultiviert werden. Ähnlich wichtig ist die Kompetenz zum vertieften Lesen, da diese Fähigkeit durch das ständige NEWS-Surfen messbar abnimmt. Laut einer Studie des World Economic Forum (2019) fordert das Zeitalter der Digitalisierung vor allem eines: Menschlichkeit. Unter den TOP 10 Fähigkeiten für die Arbeitswelt 4.0 werden genannt: 

  • Empathie & Kreativität, 
  • Kritisches Denken, 
  • Emotionale Kompetenz, 
  • Neugierde & Hinterfragen, 
  • Zuhören & Reflektieren und
  • Vernetztes Denken & Arbeiten. 

Auf die Frage, wie Andreas Weigend mit dieser Veränderung umgeht, meint er „Das hatten wir immer schon!“ und tatsächlich ist die Klage über Informationsüberflutung fast so alt wie das Abendland. Wichtig ist, dass man seine Kompetenzen​​​​​​​ kennt. Der Mensch ist ein Lebewesen und kann nicht wie eine Maschine arbeiten. Man hat also die Nase vorn, wenn man es schafft, als Privatperson oder Firma nicht den Kontakt zur Gegenwart zu verlieren. (vgl. Zeit 2019).

Bildquellen
Pixabay

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