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10.02.2026

Recruiting Buzzwords erklärt: Was Sie wirklich wissen müssen

Von Digital Recruiting über Active Sourcing bis Candidate Experience - Wir bringen Klarheit in den Recruiting Dschungel!

Einleitung - Willkommen im Buzzword Kosmos des Recruitings

Haben Sie sich schon einmal in einem Meeting wiedergefunden, in dem Begriffe wie Candidate Experience, Employer Branding, Talent Acquisition oder Active Sourcing heiß diskutiert wurden – und Sie sich gefragt haben, ob diese nicht eigentlich aus der nächsten Staffel einer dystopischen Serie stammen? Willkommen im modernen Recruiting! Die letzten Jahre haben nicht nur HR‑Prozesse digitalisiert, sondern auch eine eigene Sprache geschaffen. Und genau diese wollen wir heute entschlüsseln – praxisnah, verständlich und mit dem Blick, der wirklich zählt: dem Erfolg Ihrer Personalstrategie.

Recruiting ist längst nicht mehr „nur“ das Schalten einer Stellenanzeige. Heute konkurrieren Unternehmen um Talente, nutzen moderne Technologie und setzen auf strategische Ansätze, bei denen nicht nur Skills, sondern auch Erfahrungen und Wahrnehmungen zählen. Doch was bedeutet das konkret?

Was steckt hinter den gängigsten Bezeichnungen?

 

Digital Recruiting – Mehr als nur Online-Jobs

Digital Recruiting bezeichnet den Einsatz digitaler Kanäle, Tools und Strategien zur Talentsuche und Einstellung. Klassische Stellenanzeigen sind hier nur ein Puzzleteil – Social Media, Jobportale, Automatisierungstools, Datenanalysen und digitale Recruiting Kampagnen sind die neuen Player.

➡️ Warum wichtig?
Digitale Sichtbarkeit bedeutet mehr Reichweite und gezielte Ansprache – besonders bei Fach- und Führungskräften.

➡️ Praxisbeispiel:
Über digitale Recruiting Kampagnen können spezifische Zielgruppen und auch passiv suchende Personen direkt angesprochen werden, während KI-gestützte Matching-Algorithmen Kandidatenprofile mit Stellenanforderungen abgleichen.

 

 

Employer Branding – Der Ruf eilt voraus

Employer Branding ist das bewusste Gestalten Ihrer Arbeitgebermarke – also wie Ihr Unternehmen als „Arbeitgeber“ wahrgenommen wird. Heute wählen Bewerbende nicht mehr nur Jobs – sie wählen Unternehmen.

➡️ Buzzword-Entschlüsselung:
Starke Employer Brands reduzieren Recruiting-Kosten, verkürzen Time-to-Hire-Zeiten und stärken Mitarbeitenden-Loyalität.

➡️ Praxisbeispiel:
Authentische Einblicke in Unternehmenskultur auf Instagram oder Mitarbeitenden-Stories auf der Karriereseite schaffen Vertrauen und Differenzierung.

 

 

Candidate Experience – Der Eindruck zählt

Candidate Experience beschreibt die Erfahrung, die Bewerbende während des gesamten Recruiting-Prozesses machen – von der ersten Kontaktaufnahme bis zur Rückmeldung nach dem Interview.

➡️ Warum es entscheidend ist:
Eine positive Candidate Experience erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass Talente ein Jobangebot annehmen – und dass sie Ihr Unternehmen weiterempfehlen.

➡️ Praxis-Tipp:
Kommunikation ist der Schlüssel: Automatisierte Eingangsbestätigungen, klare Zeitpläne und Feedback – auch bei Absagen – hinterlassen einen positiven Eindruck.

 

 

Active Sourcing – Talente aktiv ansprechen

Beim Active Sourcing geht es um proaktive Kandidatenansprache – Man geht auf Talente zu, statt auf Bewerbungen zu warten.

➡️ Was heißt das?
Active Sourcing kombiniert Recherche (z.B. auf XING, LinkedIn) mit persönlicher Ansprache – und ist besonders bei Fach- und Führungskräften effektiv.

➡️ Praxisbeispiel:
Eine individuell verfasste Nachricht auf LinkedIn mit konkretem Bezug zu Erfahrungsprofilen erhöht Response-Raten signifikant.

 

 

Cultural Fit vs. Skill Fit – Wer passt wirklich ins Team?

Cultural Fit beschreibt, wie gut ein Bewerbender zur Unternehmenskultur passt, während Skill Fit die fachliche Eignung bewertet.

➡️ Wichtig zu unterscheiden:
Beide Faktoren sind entscheidend. Der beste Entwickler bringt wenig, wenn er sich im Team nicht wohlfühlt – umgekehrt gilt das genauso.

➡️ Tipp:
Stellen Sie nicht nur auf Basis von Lebensläufen ein – führen Sie auch Gespräche über Werte, Arbeitsweise und Teamverständnis.

 

 

Talent Acquisition – Strategie statt Zufall

Talent Acquisition beschreibt einen strategisch angelegten, langfristigen Recruiting-Ansatz, bei dem nicht nur offene Stellen, sondern der gesamte Talent-Pool im Fokus steht.

➡️ Buzzword in einem Satz:
Anstelle von „Job-für-Job“, denkt Talent Acquisition ganzheitlich über zukünftige Personalbedarfe nach.

➡️ Praxisbeispiel:
Talent-Communities, Pipeline-Aufbau und datenbasierte Forecasts sind Bestandteile dieses strategischen Modells.

 

 

Executive Search – High-Touch Recruiting

Executive Search ist die gezielte Suche nach Führungskräften und Spezialisten mit seltenen Skills – meist auf Management- und C-Level.

➡️ Unterschied zu klassischem Recruiting:
Executive Search ist diskret, strategisch und oft geografisch breiter ausgerichtet. Beziehungen, Branchenwissen und Netzwerk sind hier Erfolgsfaktoren.

➡️ Praxisbeispiel:
Schlüsselpositionen im Unternehmen werden durch intensive Auseinandersetzung mit dem Unternehmen, seinem Team, seiner Strategie und seinen Werten langfristig erfolgreich besetzt.

 

 

Reskilling & Upskilling – Weiterentwicklung als Schlüssel

Reskilling bezeichnet das Erlernen neuer Fähigkeiten für eine andere Rolle, Upskilling die Vertiefung bestehender Skills für die aktuelle Tätigkeit.

➡️ Warum relevant:
In einer sich ständig wandelnden Arbeitswelt sind Weiterentwicklung und Lernbereitschaft essenziell – nicht nur für Mitarbeitende, sondern auch für Unternehmen.

➡️ Praxisbeispiel:
Ein Buchhalter lernt über interne Schulungen Data-Analytics-Grundlagen, um künftig im Controlling-Bereich mitarbeiten zu können.

 

 

Recruiting Funnel – Der Weg zum perfekten Match

Der Recruiting Funnel beschreibt die verschiedenen Phasen, die ein Kandidat im Bewerbungsprozess durchläuft – ähnlich wie im Marketing.

➡️ Typische Phasen:
Awareness → Interest → Application → Interview → Hire.

➡️ Praxisbeispiel:
Durch gezieltes Employer Branding (Awareness) und klare Stellenanzeigen (Interest) steigern Sie die Bewerbungsquote signifikant.

 

 

Preboarding – Der unterschätzte Beginn

Preboarding ist die Phase zwischen Vertragsunterzeichnung und dem ersten Arbeitstag – und entscheidend für den erfolgreichen Einstieg.

➡️ Wichtig, weil:
Ein guter Start beginnt vor dem ersten Tag. Engagement, Infofluss und Integration vermeiden Frühfluktuation.

➡️ Praxisbeispiel:
Digitale Willkommenspakete, Zugang zur internen Plattform oder ein Vorab-Onboarding-Call stärken die Bindung schon vor Arbeitsbeginn.

 

 

Retention Management – Talente halten

Retention Management umfasst alle Maßnahmen, mit denen Unternehmen ihre Mitarbeitenden langfristig binden wollen.

➡️ Warum es zählt:
Rekrutieren ist teuer – gute Mitarbeitende zu halten, effizienter. Kultur, Perspektiven und Entwicklungsmöglichkeiten sind zentrale Faktoren.

➡️ Praxisbeispiel:
Ein strukturiertes Mentoring-Programm für neue Führungskräfte erhöht die Verweildauer im Unternehmen messbar.

 

 

Blind Recruiting – Für mehr Objektivität

Blind Recruiting bedeutet, Bewerbungen ohne persönliche Daten wie Name, Alter oder Geschlecht zu bewerten – um Vorurteile zu minimieren.

➡️ Ziel:
Mehr Diversität und Fairness im Bewerbungsprozess durch objektivere Entscheidungen.

➡️ Praxisbeispiel:
Ein Unternehmen nutzt anonymisierte Bewerbungen in der Vorauswahl, um sich auf Qualifikation statt Herkunft zu konzentrieren.

 

 

HR Tech Stack – Die digitale Infrastruktur

Der HR Tech Stack ist die Gesamtheit aller digitalen Tools, Plattformen und Softwarelösungen, die im HR-Bereich eingesetzt werden.

➡️ Warum entscheidend:
Effizienz, Automatisierung und Datenanalytik sind ohne moderne Tools nicht mehr denkbar.

➡️ Praxisbeispiel:
Ein Unternehmen setzt auf ein integriertes System aus Bewerbermanagement (ATS), Mitarbeiterportal und Feedback-App.

 

 

Newplacement – Unterstützung beim Neustart

Newplacement bietet Führungskräften und Fachkräften professionelle Unterstützung beim Übergang in eine neue berufliche Rolle – nach Trennung vom bisherigen Arbeitgeber.

➡️ Warum es zählt:
Gerade bei Trennungen auf Führungsebene ist eine professionelle Begleitung essenziell für Image, Motivation und Perspektive – auf beiden Seiten.

➡️ Praxisbeispiel:
Ein Unternehmen trennt sich im Guten von einem langjährigen Bereichsleiter und bietet ihm ein individuelles Coaching zur beruflichen Neuorientierung durch einen spezialisierten Berater.

 

 

Kompetenz- und Potenzialanalyse – Was steckt wirklich in einer Person?

Kompetenzanalysen oder Kompetenztests helfen dabei, Potenziale, Stärken und Entwicklungsfelder systematisch zu erkennen – unabhängig von Lebenslauf oder bisherigen Rollen.

➡️ Zwei Anwendungsfälle:
1. Personalauswahl: Welche Person passt am besten zu Ihrem Unternehmen? Wo liegen die individuellen Stärken oder Schwächen? Welche Kompetenzen und Potenziale muss eine Person erfüllen, um die Unternehmensstrategie und Unternehmenskultur optimal zu unterstützen?

2. Personalentwicklung: Wie und wo können sich Ihre Mitarbeiter weiterentwickeln? Wo möchten Sie Ihre Mitarbeiter fördern? Welche individuellen Kompetenzen und Schlüsselqualifikationen sind bedeutsam? In welche Talente soll investiert werden? Wie kann man Potenziale erkennen und vor allem auch nutzen?

➡️ Praxisbeispiel: Vor der Besetzung einer Schlüsselposition durch einen internen Kandidaten führen wir im TRESCON TestCenter eine wissenschaftlich fundierte Kompetenzanalyse durch – inklusive Feedback und Entwicklungsempfehlung.

Fazit – Buzzword oder Business Impact?

Buzzwords im Recruiting sind nicht nur Modebegriffe – sie spiegeln echte Veränderungen im Arbeitsmarkt wider. Digitalisierung, veränderte Erwartungen von Talenten und neue Technologien schaffen neue Anforderungen – und Chancen.

Der Schlüssel zum Erfolg liegt darin, diese Begriffe nicht nur zu kennen, sondern sie kompetent anzuwenden. Und genau hier sind wir als TRESCON an Ihrer Seite: Wir bleiben am Puls der Zeit, wir erklären, was wirklich zählt, und wir begleiten Sie mit Erfahrung, Systematik und Weitblick durch den Dschungel moderner Personalsuche – von Digital Recruiting bis Executive Search.

Bildquellen
Shutterstock

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Ursula Schneider

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