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Abschlussgespräch - Sinn oder Unsinn?

Von Laura Thürauer, MA | 21.07.2020
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Ein persönlicher Erfahrungsbericht einer Kandidatin…

Will man sich beruflich verändern, ist es oft notwendig, den derzeitigen Arbeitgeber zu verlassen und neue Wege einzuschlagen. Nach dem Kündigungsgespräch, in dem man sich meist noch sehr diplomatisch ausdrückt, folgt dann oftmals das sagenumwobene Abschlussgespräch. In meinen letzten Unternehmen kam ich des Öfteren in den Genuss genau eines solchen Gespräches, immer zu unterschiedlichen Zeitpunkten durch unterschiedliche Personen. Was passt am besten? Hier ein Erfahrungsbericht.
 

Unternehmen 1

Ich bin Anfang 20 und merke bereits nach sehr kurzer Zeit, dass ich mich in diesem Unternehmen nicht wohl fühle. Die Strukturen, die Hierarchie wie auch die handelnden Personen sind nicht von der Sorte, mit denen ich in Zukunft gut zusammenarbeiten kann. Also kündige ich förmlich und mit schlotternden Knien. Ein kurzes Gespräch mit meinem direkten Vorgesetzten, ein paar nette Worte und Auf Wiedersehen. Ein Monat nach meinem Weggang kommt dann ein Anruf der Personalabteilung. Eine junge Dame stellt sich bei mir als Trennungsmanagerin vor und möchte gerne mit mir über meine Beweggründe für die Kündigung als auch über Verbesserungsmöglichkeiten sprechen. Die Zeit für dieses Gespräch nehme ich mir, alleine schon aus Neugierde, was denn nun kommt. Gekommen ist ein standardisiertes Gespräch, wo in 20 Minuten ein Fragenkatalog abgehandelt wurde, der teils unsinnige Fragen beinhaltet. Konstruktives Feedback oder eigene Eindrücke sind auch hier nach wie vor nicht erwünscht. Stattdessen wurde gefragt, wie zufrieden man grundsätzlich mit der Arbeitszeit, der Vergütung, den Benefits usw. war. Es bestätigte somit für mich meinen Eindruck, den ich schon in meiner aktiven Zeit bei diesem Unternehmen gewinnen konnte und bestärkte mich in meiner Entscheidung.

 

Unternehmen 2

Mit Mitte 20 stehe ich nach einigen Erfolgen im Unternehmen an und sehe mich daher gezwungen, mich wieder zu verändern. Nach einer tränenreichen Kündigung bei meinem Vorgesetzen werde ich noch einmal zur Geschäftsführung zitiert. Ich sitze nun völlig unentspannt und unvorbereitet der Geschäftsführung gegenüber und werde gebeten, Feedback über das Unternehmen, die Strukturen usw. zu geben. Ich weiß noch gut, dass ich damals mit diesem Setting überfordert war, da ich mich nicht vorbereiten konnte und kritische Punkte aus dem Stegreif diplomatisch ansprechen sollte. Im Endeffekt habe ich kaum Feedback gegeben und auch keine weitere Kritik geäußert. Für mich haben der Rahmen und die Atmosphäre überhaupt nicht gepasst. Ich habe das Unternehmen mit einem schlechten Gefühl verlassen. Jahre später und nach einigen Wiedersehen mit der Geschäftsführung sind wir nun im Guten auseinander gegangen. Schade ist nur, dass ich dieses positive Gefühl nicht gleich mitnehmen konnte.

 

Unternehmen 3

Ende 20 und hoffentlich besser vorbereitet, gilt es wieder, einen nächsten Karriereschritt zu wagen. Weg von einem Top-Unternehmen mit einer familiären Kultur und liebevollen Kollegen und Vorgesetzen. Schweren Herzens sprach ich bei einem der Geschäftsführer meine Kündigung aus und danach folgten viele Gespräche über das Warum und Weshalb. Überraschend war jedoch der Moment für mich, als ich gebeten wurde, mir am Tag x ein bis zwei Stunden Zeit für ein Abschlussgespräch zu nehmen. Man würde gerne meine Ansichten, Verbesserungen und Kritik hören. Genau das tat ich dann auch, in drei informellen Gesprächen äußerte ich Lob, Kritik, Feedback und stellte Themen in den Raum. In diesem informellen und ungezwungenen Rahmen bekam ich die Möglichkeit, mir alles von der Seele zu reden, ohne verbrannte Erde zu hinterlassen. Ich freute mich, dass meine Ansichten Gehör fanden. Ich konnte diese Gespräche immer mit einem lachenden und einem weinenden Auge betrachten, denn einerseits war es positiv, wie die Geschäftsführung all jenes aufnahm -  andererseits sehr schade, dass ich die Veränderungen nicht mehr miterleben konnte. Weiters stellt sich natürlich für mich persönlich die Frage: Wie wäre es gewesen, all jenes schon viel früher – vor meiner Kündigung - anzusprechen?

 

Was ist mein persönliches Fazit? Ein Abschlussgespräch ist dringend zu empfehlen! Gerade das Feedback von gekündigten Mitarbeitern kann im richtigen Setting für viele Organisationen besonders befruchtend sein. Wichtig ist dabei, dass sich sowohl der Arbeitgeber, als auch der Mitarbeiter gut darauf vorbereiten können und das Gespräch auf einer sachlichen Ebene abläuft. Denn plötzlich sieht man Themen mit einer gewissen Distanz und ohne Angst. Dadurch können sowohl das Unternehmen als auch der Mitarbeiter reflektiert Themen diskutieren, die vorab nicht angesprochen wurden. Es ergibt sich die Chance, für die Zukunft zu lernen und zugleich die Trennung mit einem positiven Gefühl hinter sich zu lassen. Und wer sagt, dass man ein derartiges Gespräch nicht auch in Form von offeneren Mitarbeitergesprächen und vor allem auch Zwischengesprächen noch während der Zusammenarbeit durchführen kann? Vielleicht ließe sich dadurch die eine oder andere Trennung vermeiden…

Bildquellen
Shutterstock

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