Zukunft.HR 2026 und ein besonderer HRbert für Reinhold Klinger
Zwei Tage Zukunft.HR, viele Begegnungen und ein besonderer Höhepunkt für TRESCON.
Einleitung
Zwei Tage voller Impulse, Begegnungen und Gespräche rund um die Zukunft der Personalarbeit. Für TRESCON hatte die Zukunft.HR 2026 in St. Florian aber noch eine ganz besondere Bedeutung: Unser langjähriger geschäftsführender Gesellschafter Dr. Reinhold Klinger wurde mit dem HRbert für sein Lebenswerk ausgezeichnet. Ein guter Anlass für einen Rückblick und für die Frage, was auch in Zukunft gute Personalarbeit ausmachen wird.
Mit Haltung in die Zukunft
Unter dem Motto „Mit Haltung voran!“ brachte die Zukunft.HR am 16. und 17. September 421 Menschen aus der oberösterreichischen HR-Community im Stift St. Florian zusammen. Im Mittelpunkt standen Themen, die Unternehmen und HR-Verantwortliche derzeit intensiv beschäftigen: Führung und Unternehmenskultur, der Umgang mit unterschiedlichen Generationen, Künstliche Intelligenz und die Frage, wie Veränderung erfolgreich gestaltet werden kann.
Eine zentrale Botschaft zog sich dabei durch viele Beiträge: Haltung zeigt sich nicht in Leitbildern oder Präsentationen, sondern im täglichen Handeln. Gleichzeitig verändert KI bereits heute zahlreiche HR-Prozesse. Ihr Potenzial reicht von datenbasierten Entscheidungen über Automatisierung und Wissensmanagement bis zu Recruiting, Onboarding und Skills Management.
Auch TRESCON war mit einem eigenen Stand vertreten. Für unser Team boten die beiden Tage vor allem eines: viele persönliche Begegnungen und gute Gespräche mit Kundinnen, HR-Verantwortlichen, Netzwerkpartnerinnen und langjährigen Kontakten. Gerade bei einer Veranstaltung, die sich intensiv mit neuen Technologien und der Zukunft der Arbeit beschäftigt, wurde dabei einmal mehr deutlich, welchen Stellenwert der persönliche Austausch weiterhin hat.
Ein besonderer Moment für TRESCON
Ein Höhepunkt der Zukunft.HR war die Verleihung des HRbert. Mit dem Preis werden innovative und nachhaltige Leistungen im HR-Bereich vor den Vorhang geholt. 2026 ging der Jurypreis Lebenswerk an Dr. Reinhold Klinger.
Für unser TRESCON- Team war diese Auszeichnung ein besonderer Moment. Reinhold Klinger hat unser Unternehmen über Jahrzehnte als geschäftsführender Gesellschafter geprägt und uns auch danach als Senior Expert mit seiner Erfahrung und Expertise weiter begleitet. Gleichzeitig hat sein Wirken weit über TRESCON hinausgereicht.
Nach Stationen bei der VOESTALPINE sowie als Leiter für Personal und Recht bei der OÖ Warenvermittlung fand er seinen beruflichen Schwerpunkt in der Personalberatung. Bei TRESCON begleitete er über viele Jahre Führungskräfte und Unternehmen bei wichtigen Personalentscheidungen. Er wirkte am Aufbau internationaler Netzwerke mit, war Generalsekretär des Executive-Search-Netzwerks CFR und verantwortete die Entwicklung von TRESCON in Slowenien. Darüber hinaus organisierte und moderierte er über viele Jahre die Oberösterreichische Personalleiterrunde, eines der bedeutendsten HR-Netzwerke des Bundeslandes.
Und auch nach seiner aktiven Zeit bei TRESCON ist von Ruhestand wenig zu spüren. Reinhold Klinger engagiert sich seit vielen Jahren intensiv für Kultur und Museumsarbeit. Seit 2007 steht er an der Spitze des Heimat- und Kulturvereins Pregarten und trägt Verantwortung für das Museum Pregarten. Seit Ende 2024 ist er zudem Präsident des Verbundes Oberösterreichischer Museen und vertritt damit die Interessen von 275 Museen und Sammlungen in Oberösterreich. Langweilig dürfte ihm also auch nach seiner TRESCON-Zeit nicht werden.
Bei all seinen Tätigkeiten stand bei ihm selten die eigene Person im Mittelpunkt. Vielmehr waren es Eigenschaften wie Diskretion, Vertrauen, Ruhe, Klarheit und Verlässlichkeit, die seinen Zugang zur Personalberatung und ganz allgemein die Zusammenarbeit mit Menschen über Jahrzehnte geprägt haben.
Die Auszeichnung für sein Lebenswerk nehmen wir deshalb zum Anlass, Reinhold Klinger zu fragen - über viele Jahre Personalberatung, über Veränderungen im Recruiting und darüber, was aus seiner Sicht auch in Zukunft Bestand haben wird.
Vier Fragen an Dr. Reinhold Klinger
1. Herr Klinger, der HRbert würdigt Ihr Lebenswerk. Was bedeutet Ihnen diese Auszeichnung persönlich?
Reinhold Klinger:
Es war für mich eine große Überraschung und die Freude über diese Auszeichnung ist daher auch sehr groß. Gerade in der Personalberatung ist die Vielfalt des Personalmanagements besonders sichtbar, denn jede Firma ist anders, jeder Auftraggeber/jede Auftraggeberin ist anders und jeder Bewerber/jede Bewerberin ist anders. In den vielen Jahren meiner beruflichen Zeit konnte ich eine Vielzahl von interessanten Persönlichkeiten kennenlernen und gemeinsame Erfolge erzielen. Dass Erfolge stets das Zusammenspiel mehrerer Faktoren sind und Erfolg nur gemeinsam erreicht werden kann, ist umso schöner.
2. Wenn Sie auf Ihre Jahrzehnte in der Personalberatung zurückblicken: Was hat sich im Recruiting grundlegend verändert und was ist erstaunlich gleich geblieben?
Reinhold Klinger:
Erstaunlich gleichgeblieben sind die Grundkompetenzen in der Personalarbeit, wie z. B: aktiv zuhören können, verschwiegen sein, subjektive Befindlichkeit ausblenden, beherrschen einer für das Gesprächsklima positiven Fragetechnik, Aufbau einer vertraulichen Gesprächsatmosphäre, neugierig sein u.v.m. Ganz anders ist heute die Geschwindigkeit in der Umsetzung von Projekten und auch die Tatsache, dass ein Bewerber/eine Bewerberin durchaus fordernd sein kann und seine eigenen Rahmenbedingungen den Anforderungen einer Firma gegenüberstellt. Ich wünsche mir nicht, dass eine KI Personalentscheidungen trifft, sondern hier muss für mich immer der Mensch die Letztentscheidung treffen, da ja auch Menschen im Mittelpunkt eines Auswahl- oder Entwicklungsprozesses stehen. Ebenso haben sich auch die Suchkanäle erheblich verändert, vom klassischen Printinserat hin zu den vielen Kanälen im Internet.
3. KI, Automatisierung und Daten verändern HR gerade stark. Was wird aus Ihrer Sicht gute Personalberatung und gutes Recruiting in Zukunft auszeichnen?
Reinhold Klinger:
Die viel gepriesene KI kann nur ein Werkzeug sein und dabei darf der Mensch nicht zu einem Stück oder Gegenstand verkommen. Gerade im Personalmanagement ist persönliche Erfahrung, Weitblick und ein gutes Gespür für Menschen wichtig. Qualität in der Personalentscheidung ist wichtiger als Geschwindigkeit oder ein Kompromiss, der von vornherein ein Scheitern in sich birgt.
4. Sie haben in Ihrer beruflichen Laufbahn viele Führungskräfte, Menschen im HR-Bereich und auch jüngere Teammitglieder begleitet. Welchen Rat würden Sie Menschen geben, die heute im HR oder Recruiting Verantwortung übernehmen?
Reinhold Klinger:
Das Motto der Veranstaltung Zukunft.HR 2026 „mit Haltung voran“ könnte für eine erfolgreiche Personalarbeit nicht treffender sein. Erfolg im Bereich HR verlangt auch mit sich selbst im Reinen zu sein, Entscheidungen klar und nachvollziehbar zu treffen. Es ist auch erlaubt mit Ruhe und auch einem Maß Gelassenheit zu arbeiten und wenn der Hausverstand und auch der Bauch dabei eine Rolle spielen, dann ist das umso menschlicher, da Personalisten ja als Kunden Bewerber/Bewerberinnen und Mitarbeiter/Mitarbeiterinnen haben. Man kann nicht alles gleichzeitig machen und daher habe ich als persönlichen Leitsatz gewählt: nach eins kommt zwei – das jedoch konsequent.
Was bleibt und was kommt
Die Zukunft.HR 2026 hat gezeigt, wie stark sich unsere Arbeitswelt verändert. KI eröffnet neue Möglichkeiten, Anforderungen an Führung verschieben sich und Recruiting entwickelt sich technologisch in hohem Tempo weiter.
Die Auszeichnung von Reinhold Klinger bietet dazu eine interessante Perspektive. Denn bei aller Veränderung bleiben manche Grundlagen erstaunlich konstant. Gute Personalarbeit braucht Vertrauen, Verlässlichkeit, Interesse an Menschen und die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen.
Vielleicht liegt genau darin auch eine Verbindung zwischen mehreren Jahrzehnten Personalberatung und der Zukunft von HR: Die Werkzeuge verändern sich. Die Bedeutung guter Entscheidungen über und mit Menschen bleibt.
Wir gratulieren Reinhold Klinger herzlich zum HRbert für sein Lebenswerk. Ebenso gratulieren wir allen weiteren ausgezeichneten Unternehmen und Initiativen zu ihren innovativen und nachhaltigen HR-Projekten.
Ein herzliches Dankeschön gilt allen Gästen und Kontakten für die vielen guten Gespräche sowie dem HCM- Organisationsteam der biz-up unter Leitung von Manfred Luger für zwei inspirierende Tage bei der Zukunft.HR 2026.
Hier geht es zu den Berichten und Fotos:
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