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Sommergespräche einmal anders: 7 Fragen an Christina Ausserwöger, Consultant bei TRESCON

Von Mag. Bertram Klinger | 22.08.2019
Kommunalservice | TRESCON inside

Seit 1999 ist Christina Ausserwöger, MA Teammitglied bei TRESCON – und hat während dieser (langen) Zeit umfangreiche Erfahrungen in der Personalberatung sammeln können. Seit 2013 unterstützt sie das Consultant-Team und wir nützen die Zeit, um Christina und ihre Aufgaben bei TRESCON vorzustellen.

Christina Ausserwöger hat an der Handelsakademie Linz-Auhof maturiert und im Anschluss ein Jahr als Au-Pair in Frankreich verbracht. Der Berufseinstieg erfolgte bei einem Ziviltechnikerbüro in Linz; kurz darauf startete sie bei TRESCON (damals noch CATRO). Sie hat bei TRESCON in den unterschiedlichen Funktionen umfangreiche Erfahrungen gesammelt und begleitet seit 2013 als Consultant Kundenprojekte. Berufsbegleitend absolvierte sie an der Donau Universität Krems den Universitätslehrgang „Personalmanagement und Kompetenzentwicklung“, den sie 2015 erfolgreich abgeschloss.

Christina, du hast bei TRESCON eine langjährige Geschichte und bist seit 20 Jahren im Unternehmen. Warum hast du dich damals beworben und würdest du es wieder machen?

Wie bei vielem im Leben hat hier der Zufall mitgespielt: In meinem damaligen Job fühlte ich mich zu wenig gefordert und es gab kaum Entwicklungsperspektiven. Daher habe ich die Augen offen gehalten – was damals bedeutete, dass ich mir regelmäßig die Ausschreibungen in den Printmedien angesehen habe und da ist mir das Inserat der TRESCON aufgefallen. Ich kannte TRESCON vorher nicht und hatte auch ehrlich gesagt wenig Ahnung, was ein Personalberatungsunternehmen an Dienstleistungen anbietet. Von daher bin ich sehr offen und relativ entspannt in den Bewerbungsprozess eingestiegen, wobei ich bereits damals eine Arbeitsprobe, Testverfahren und als Finale eine Art „Hearing“ mit Dr. Reinhold Klinger und Mag. Oskar Aistleithner absolvieren durfte. Für mich war bereits nach dem ersten Interview klar – hier will ich arbeiten und zum Glück hat es dann auch geklappt. Und ja – ich würde mich jederzeit wieder bewerben. Ich hatte die große Chance, mich während dieser 20 Jahre gemeinsam mit dem Unternehmen weiterzuentwickeln, was Interessen, Aufgaben und Verantwortung betreffen und mir wurde etwas zugetraut. Der Beweis, dass auch kleinere Unternehmen attraktive Entwicklungsmöglichkeiten bieten können!

Wie kann man sich den Arbeitsalltag von dir bei TRESCON vorstellen?

Einen „klassischen“ Tagesablauf gibt es nicht – das macht auch den Reiz der Consultant-Funktion aus. Aufgabenschwerpunkt ist klarerweise die Suche und Auswahl von Führungskräften und Spezialisten mit allen dazugehörigen Aufgaben: Auftragsgespräche mit Kunden führen, Erstellung von Angeboten, Aufgaben- und Kompetenzprofilen sowie Ausschreibungstexten, Durchsicht von Kandidatenprofilen und Bewerbungsunterlagen, Interviews führen, Berichte vorbereiten, weiterführende Bewerberinterviews gemeinsam mit dem Auftraggeber begleiten und vieles mehr. Und das alles gemeinsam in einem Projektteam mit Kollegen/innen aus dem Sourcing- und Search Team.

Ein besonderer Kunden-Schwerpunkt liegt bei mir in der Begleitung von Personalsuch- und Auswahlprojekten für den öffentlichen Sektor, vor allem für Gemeinden. Daraus resultiert auch ein weiterer Aufgaben-Schwerpunkt von mir: Produktmanagerin für die Software kommunos, mit deren Hilfe Städte, Gemeinden und Verbände ihre Personalsuche und -auswahl einfacher, rechtssicher und DSGVO-konform abwickeln können – kurz gesagt, eine Bewerbermanagementsoftware speziell für das kommunale Umfeld. Diese Software wurde gemeinsam mit zwei weiteren Partnern entwickelt (creative Bits und Österr. Kommunal-Verlag) und wird vom Markt sehr gut angenommen. 

Ergänzend dazu halte ich Workshops und Vorträge zu den Themen Active Sourcing, Social Media Recruiting und viele weitere. In Summe eine bunte Mischung an Aufgaben, die jeden Tag anders machen – nicht immer planbar, aber das macht das Ganze auch reizvoller und vor allem lernt man immer wieder dazu.

Gibt es Unterschiede in der Begleitung von öffentlichen bzw. kommunalen Projekten im Vergleich zur Privatwirtschaft? 

Der größte Unterschied liegt darin, dass es für öffentliche Projekte sehr restriktive Rechtsvorschriften bei der Suche und Auswahl gibt, die zwingend einzuhalten sind. Das beginnt bei der Formulierung der Stellenausschreibung, geht weiter zu verpflichtenden Einschaltungen in gewissen Medien, das Einhalten von Bewerbungsfristen bis hin zur Objektivierung der Bewerber/innen und des Entscheidungsprozesses, in dem unterschiedliche Gremien eingebunden werden müssen. Das bedeutet, als Consultant muss man über umfangreiches kommunales Wissen verfügen, damit man immer rechtssicher agieren bzw. die Gemeinden beraten kann.

Der öffentliche Sektor ist bei der Personalsuche ungemein gefordert, da die privatwirtschaftliche Konkurrenz sehr groß ist und Unternehmen bei Gehalt, Aufgaben etc. meist über mehr Spielraum verfügen. Daher versuchen wir bei TRESCON, dass wir bei kommunalen Projekten gleich zu Beginn eingebunden werden. Eine aussagekräftige Stellenausschreibung (ohne „Amtsschimmel-Deutsch“) und die Auswahl der passenden Medien sind die Grundsteine dafür.
Häufiger werden unsere Dienstleistungen nachgefragt, wenn die Bewerbungsfrist abgelaufen ist und wir Bewerber/innen mit Hilfe unserer Kompetenzanalyse objektiv evaluieren oder ein Hearing begleiten sollen. Auf Auftraggeberseite sind dabei Personen mit unterschiedlich ausgeprägtem HR-Know-how eingebunden – als Consultant muss man hier Fingerspitzengefühl beweisen, Sicherheit und Kompetenz vermitteln, bodenständig agieren und kommunizieren und vor allem: objektiv bleiben!

Was macht einen guten Consultant in Deinen Augen aus?

Da fallen mir viele Dinge ein, für mich persönlich sind das die wichtigsten Punkte:

  • Hohe Identifikation mit Kunde, Branche und der gesuchten Position – nur wenn man tatsächlich versteht, wer gesucht wird, wird man erfolgreich sein
  • Engagement, Flexibilität und Anpassungsfähigkeit – nicht immer läuft alles so, wie geplant. Dann ist es wichtig, sich zu fokussieren, „out-of-the-box“ zu denken, um das Ziel nicht aus den Augen zu verlieren
  • Kommunikationsstärke und Dienstleistungsorientierung – nur so schafft man langfristige Kundenbeziehungen


Was glaubst du, was Menschen wirklich zur Arbeit anspornt: Ist es Geld, Karriere, Begeisterungsfähigkeit, Ehrgeiz, Berufung oder etwas Anderes?“

Ich bin der Überzeugung, dass es bei jedem Menschen etwas Anderes ist und dass es keine „besseren“ oder „schlechteren“ Motivationsgründe gibt. Und vor allem werden sich diese Gründe im Laufe des (Arbeits-)Leben immer wieder verändern – abhängig davon, in welcher Lebensphase ich mich befinde.
Die Herausforderung liegt darin, dass man sich selber klar wird, welche Dinge einem motivieren. Oftmals merke ich im Bewerbungsgespräch, dass sich mein Gegenüber noch zu wenig Gedanken darüber gemacht hat, wofür er/sie „brennt“. Durch gezielte Fragestellungen kann ich als Consultant die Person zum Nachdenken anregen und „den Stein ins Rollen bringen“. 
Legt jemand z. B. mehr Wert auf materielle Dinge (höheres Gehalt, Dienst-Pkw etc.), so wird diese Person in einem sozialen/öffentlichen Umfeld langfristig wohl nicht glücklich werden, da hier klare rechtliche Regelungen existieren, was Gehaltsdimensionen, Zusatzleistungen, Anrechenbarkeit von Vordienstzeiten etc. betreffen.
Als Consultant ist es mein Job, nicht nur die fachlichen Qualifikationen, Berufserfahrung, Kompetenzen usw. von Bewerbern/innen zu klären, sondern auch die (tatsächlichen) Motivationsgründe für eine berufliche Veränderung. Die Person muss als Mensch zum Auftraggeber und seinen Werten passen und sich damit identifizieren – erst dann gibt es eine Win-Win-Situation.

Wie motivierst du dich?

Einerseits durch den Kunden- und Bewerberkontakt – es macht einfach Freude, mit unterschiedlichen Personen zu kommunizieren, sie zusammenzubringen und zu begleiten und dabei unterschiedliche Unternehmen kennenzulernen. Und andererseits vor allem durch die gute Teamarbeit bei TRESCON, die Wertschätzung der eigenen Arbeit und die Möglichkeit, unterschiedliche Aufgaben zu übernehmen. Und da es auch Tage gibt, an denen nichts so läuft, wie geplant: Sport ist mein Ausgleich, um auszuschalten und „runterzukommen“.

Was möchtest du in den nächsten 5 Jahren erreichen?

Was die berufliche Seite betrifft: Möglichst viele Lernerfahrungen aus unterschiedlichen Kundenprojekten sammeln, um als Consultant meinen Kunden einen noch besseren Service bieten zu können.
Und was das Private betrifft, lasse ich mich gerne überraschen – erstens kommt es anders, zweitens als man denkt!

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