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Smart Working - (fast) kein Stein bleibt auf dem anderen

Veranstaltungen / Personal intensiv | Recruiting Trends & Coole Tools

Hochkarätige Experten diskutierten mit Unternehmens- und Personalverantwortlichen bei der TRESCON Personal Intensiv-Veranstaltung "Smart Working - die neue Welt des Arbeitens".

TRESCON-Partner Bernhard Winkler öffnete mit einigen Blitzlichtern den Themenraum: zunehmende Wissensarbeit und veränderte bzw. neue Berufsbilder - nicht nur durch Industrie 4.0; andere Mitarbeiter/innen-Typen und deren Umgang mit der Zeit bzw. "(work) life balance"; demografische Entwicklung - generell und in den Unternehmen; Global Talents & Cultural Diversity als besondere Herausforderung von KMUs; Talent Scouting als Synonym für die Veränderung der Personalarbeit; Unternehmensorganisation im Spannungsfeld Cloud Companies ("fluide" Organisation) und Caring Companies (Mitarbeiterbindung durch "Corporate Life") bis hin zur Frage "Hält unsere Medien- und Informationskompetenz mit dem technologischen Entwicklungstempo Schritt?"

Die neue digitale Etikette

Dipl.-Kfm. techn. Dennis Stolze vom Competence Center "Workspace Innovation" des Fraunhofer-Instituts Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO) war passender Weise per Skype und einer hochqualitativen Internetverbindung aus Stuttgart zugeschaltet. Mit seinem Thema "Arbeitswelten 4.0 - Wie wir morgen arbeiten und leben" zeigte der Experte auf, dass sich die organisatorische, technologische und räumliche Gestaltung der Arbeitsumgebung unter den veränderten Anforderungen der Wissensgesellschaft zu einem essentiellen Erfolgsfaktor für Organisationen entwickelt hat. Bereits heute arbeiten 55% der Beschäftigten unterwegs, flexible Arbeitsformen werden von ALLEN Altersgruppen bevorzugt. Unternehmen, ihre Mitarbeiter und Teams stehen im globalen Wettbewerb massiv steigenden Anforderungen an Leistungsfähigkeit, Effizienz und Innovationsfähigkeit gegenüber. Keine Branche ist vor den Auswirkungen sicher, dadurch verändern sich auch Berufsbilder dramatisch; das stellte Stolze am Beispiel des Arztberufs im Wettbewerb oder auch in Kooperation mit dem IBM Supercomputer WATSON dar, der aufgrund seiner enormen künstlichen Intelligenz dem Menschen diagnostisch überlegen sei. Neue Kommunikations- und Zusammenarbeitsformen entstünden; von "one to many" (E-Mail) bewegen wir uns rasant zu "many to many" (Collaborations- und Netzwerkplattformen). Das Recht auf Unerreichbarkeit sei laut Stolze in dieser veränderten Arbeitswelt die neue digitale Etikette.

Entgrenzung von Familie und Beruf

Spannende Einblicke in die sich wandelnde Gesellschaft gab DDr. Paul Eiselsberg, Senior Research Director IMAS International, der auf die Bedürfnisse und Erwartungen in modernen Arbeitswelten einging; Wandel hatte es immer schon gegeben, nun aber hätte sich auch der Wandel gewandelt- von der Evolution zur Revolution. Die von Stolze angesprochene Entgrenzung von Familie und Beruf relativierte Eiselsberg, aktuell seien davon nur 3,5% bis 7% der Arbeitnehmer/innen betroffen. Er verwies auf die fortschreitende Individualisierung und gleichzeitige Abnahme menschlicher Bindungen; ein Ausprägung davon scheint zu sein, dass Haustiere zunehmend die Ersatzrolle von Familienmitgliedern einnehmen. Schlussendlich zeichnete der IMAS- Experte eher ein düsteres Zukunftsbild aufgrund der Einstellungswerte der Arbeitnehmer/innen für den Wirtschaftsstandort Österreich; nur mehr 44% sind der Meinung, dass sich Leistung auszahle; Schnelligkeit, Flexibilität und Anpassungsfähigkeit rangieren bei Verdienstbewertungen nur ganz unten. Von den 16-30jährigen halten nur noch 29% hohe Leistungsbereitschaft und 22% die Übernahme von Verantwortung für erstrebenswert. So bewertete Eiselsberg rund 30% der Jungen als einstellungsbezogene "Talente" im Sinne der Unternehmenserwartungen.

Nicht nur ein Zukunftsmodell moderner Arbeitsumgebung

Mit Mag. Bertram Klinger, Head of Sales Austria der Wiesner Hager Möbel GmbH wurde mit "Visionen für Mobility und Smart Working" der Bogen zu ganz konkreten Umsetzungsmöglichkeiten moderner Arbeitswelten gespannt; Klinger nahm den Gestaltungsbegriff von Stolze in der Unterschiedlichkeit von "We spaces" und "Me spaces" auf und zeigte Beispiele gelungener Kombinationen von individuellen und teambezogenen Arbeitsplätzen auf; ihm war es wichtig klarzustellen, dass es nicht nur ein Zukunftsmodell moderner Arbeitsumgebung gäbe; vielmehr müsse für jedes Unternehmen, jede Abteilung, je nach Branche, Unternehmenskultur und Prozesse individuelle und passende Konzepte entwickelt werden.
Wesentlicher Treiber der Veränderungen ist aus der Sicht des Concept- Experten die IT, die Arbeiten "wie, wann und wo ich will" ermöglicht; weiters die Generation Y, die flexible Arbeitsumgebungen bevorzugt; elementar ist auch der Innovationsdruck, der Unternehmen zwingt, innovative Zonen zu schaffen sowie Kommunikation und Austausch zu fördern. Daraus resultiert der Trend zum "FlexOffice", in dem durch das Verhältnis 1:0,8 20% der Arbeits-plätze eingespart werden (laut Studien sind sowieso meist nur 50% bis max. 80% der Arbeitsplätze gleichzeitig besetzt); im flexiblen Büro werden 30%-40% der Raumressourcen für "shared communication" aufgewendet (Mittelzonen als Rückzugsbereiche, Besprechungsräume...); weitere Elemente sind eine starke Reduktion der Stauraumflächen (Clean Desk Policy), der Einsatz elektrisch höhenverstellbarer Tische sowie das Abflachen der Hierarchielevel. Hier schloss sich der Kreis zum Fraunhofer IAO: "Nur Unternehmen, die Kreativität und Erfahrung massiv stimulieren und honorieren, sind auf Dauer erfolgreich"!

Bildquellen
TRESCON

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