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Personalauswahl – Klassisch vs. Modern

Recruiting Trends & Tools

Hat man die erste Hürde geschafft und passende Kandidaten/innen für eine Karrierechance interessiert, dann folgt meist das Interview als wesentlicher Auswahlprozess in der Personalsuche. Doch ist dieser klassische Weg der richtige bzw. welche alternativen, ergänzenden und vor allem modernen Tools gibt es noch?

Personalauswahl – Klassisch vs. Modern

Berücksichtigt man die hohen Kosten, die eine falsche Personalentscheidung zur Folge hat, wird die Bedeutung der Bewerberauswahl offenkundig. Dabei ist es im Laufe der Zeit zu starken Veränderungen gekommen. Und zukünftig ist gerade in diesem Segment durch die Digitalisierung ein noch erheblicherer Wandel zu erwarten.

Voraussetzung für den richtigen Einsatz der Auswahlmöglichkeiten (Abb.1) ist vor allem eine  hohe Prozess- und Methodenkompetenz. Vom Pre-Screening (Bewerbungsunterlagen, telefonischer Erstcheck) über das persönliche multimodale Interview bis hin zum Einholen von Referenzen, Tests und Potenzialanalysen, Hearings und Assessment Center – bei allen Auswahlschritten und -methoden profitiert das Unternehmen vom Know-how der ausführenden Personen. Gerade deshalb ist es von besonderer Bedeutung, erfahrene und qualifizierte Mitarbeiter und externe Partner in diesen Prozess mit einzubinden!
 



Abb.1: Übersicht unterschiedlicher Auswahlverfahren

 

Im Folgenden stellen wir Ihnen je zwei klassische und moderne Auswahlmöglichkeiten vor:

  1. Das Multimodale Interview
    Die Inhalte eines multimodalen Interviews haben sich in den letzten Jahren nur sehr marginal verändert. Einen Trend, welchen wir auch bei TRESCON erkennen, stellt die vermehrte Nutzung neuer Medien für die Interviewführung (z.B. Skype Business) sowie der Einsatz zeitversetzter Video-Interviews dar.
    Biografische und situative Fragestellungen, Fragen zu Motiven, Einstellungen sowie Werten werden im Interview gestellt. Dazu braucht es hohe Interview-Kompetenz der Interviewer sowie konsequente Vorbereitung, Durchführung und Analyse; dem gegenüber stehen eine deutlich höhere Qualität der Beurteilung und ein positives Kandidatenerlebnis (Candidate Experience​​​​​​​)
     
  2. Eignungsdiagnostik & Potenzialanalyse
    Beim Einsatz von IT-gestützten Testverfahren hat es durch die Digitalisierung ebenfalls einen weiteren Entwicklungsschritt gegeben. Mittlerweile gibt eine Vielzahl von Kombinationsmöglichkeiten einzelner Testbausteine, welche als Summe exakt auf die Position und die Branche zugeschnitten sind.  Die vordefinierten Soll-Profile stellen den punktgenauen, branchen- und funktionsspezifischen SOLL-/IST-Vergleich sicher und können somit Antworten auf Stärken, Defizite oder Grenzen von Kandidaten liefern. Gerade bei systemrelevanten Positionen ist dieses Instrument von entscheidender Bedeutung, um die richtigen Führungskräfte und Spezialisten zu finden. Mehr über die TRESCON Potenzialanalyse erfahren.
     
  3. Zeitversetztes Videointerview am Beispiel Viasto
    Bei der Durchführung von Interviews und Auswahlgesprächen gibt es bereits weitreichende Entwicklungen, welche aktiv zum Einsatz kommen. Neben den bereits etablierten Live- Video-Interviews (Skype) gibt es den Trend zu zeitversetzten Video-Interviews. Die Vorteile dafür liegen auf der Hand:
    • Ressourcenschonung (zeit- und ortsunabhängige Durchführung)
    • Flexibilität
    • verbesserte Auswahlqualität durch standardisierte Personaldiagnostik
    • differenzierte Erfassung von verschiedenen Bewerberkompetenzen
    • schnellerer und fairer Auswahlprozess (Stichwort Diskriminierung)
    • Integration mehrerer Entscheidungsträger in den Auswahlprozess
    • Einbindung in Bewerbermanagementsysteme möglich

    Unter anderem bietet Viasto (www.viasto.com) ein System an, mit dem einfach und rasch zeitversetzte Video-Interviews durchgeführt werden können. 
     
  4. Sprachanalyse am Beispiel Precire
    Eine noch tiefergreifende Entwicklung in diesem Bereich bietet das Unternehmen Psyware GmbH mit deren HR-Produkt Precire an. Hier wird mit Hilfe eines Stimm-Analyseprogramms das Interview analysiert. Ob zeitversetzt, live bzw. ob per Video oder Telefon spielt dabei keine Rolle. Nach der Durchführung wird daraus ein Stärken-/Schwächen-Profil bzw. deren jeweiligen Ausprägungen über den Mitarbeiter erstellt und in Form eines Rankings dem Arbeitgeber präsentiert (Abb 2).


    Abb.2: Prozess des Stimmanalyse-Interviews am Beispiel Psyware

    Mit dieser Technologie wurde folgendes möglich: Anhand einer Sprachaufzeichnung von ein paar wenigen Minuten ein Persönlichkeitsprofil eines Menschen zu erstellen, das zu
    90 Prozent an das herankommt, was Psychologen mit verschiedenen Testverfahren in tagelanger Arbeit herausfinden, wenn sie diesen Menschen nach allen Regeln der Kunst „auseinandernehmen“. Dirk Gratzel, Chef des Unternehmens behauptet „Wie die Maschine analysiert, unterscheidet sich fundamental von der Art, in der Sie jemanden betrachten. Das sind hochleistungsfähige MRTs auf Molekularebene, da bräuchte man viele Jahre, wenn man das alles selbst herausfinden wollte.“

    Bei der Analyse wird in Kategorien wie „Wortverwendungshäufigkeiten“, „Verwendung von Wortarten“, „Ihr persönliches Sprachprofil“, „Eigene Antriebsquellen“, „Typische Persönlichkeitseigenschaften“ oder „Widerstandskraft bei Belastungen“ unterteilt. Und gemessen wird immer im Vergleich zur Allgemeinheit der Probanden, um die Objektivität der Daten zu bewahren. Man verspricht sich damit im Personalbereich Fragen zu beantworten wie: „Wie einsatzbereit ist dieser Bewerber?“, „Was verrät die Sprache eines Kunden über ihn?“, „Wie risikobereit ist ein bestimmter Börsenmakler?“, „Ist dieser Krankenversicherte depressiv?“, „Lügt dieser Versicherte, wenn er eine bestimmte Schadensmeldung absetzt?“ uvm.
    Wissenschaftlich ausgedrückt, macht Precire eine formalquantitative Analyse von Sprache. Die Software misst zum Beispiel Satzlänge und positive und negative Wortwahl, oder sie misst, wie oft jemand Wörter aus einem bestimmten Wortfeld oder bestimmte Wortarten verwendet. Der Inhalt des Gesagten spielt indessen bei der Auswertung überhaupt keine Rolle.

Mehr über Precire und dessen Einsatzmöglichkeiten erfahren.


In der Praxis dominiert in vielen Unternehmen noch klar die Auswahlmethode mittels Interview. Doch welche alternativen und ergänzenden Methoden machen Sinn? Wesentlich bei der erfolgreichen Auswahl ist es individuell auf Einflusskriterien wie Bewerberanzahl, Position oder auch die Branche einzugehen. Hierauf legt TRESCON besonderes Augenmerk. Oft ist es auch die Kombination mehrerer Tools, welcher zu einer professionellen und langfristig erfolgreichen Auswahl Ihres idealen Mitarbeiters führt! 

Gerne informieren wir Sie auch im Detail über weitere Auswahlmöglichkeiten im Recruiting.

Bildquellen
Shutterstock

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