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Ich reite in eine Stadt – der Rest findet sich

Veranstaltungen / Personal intensiv

Mit diesem Zitat von Clint Eastwood machte Kurt Faller, einer der Pioniere der dt.-sprachigen Mediationsszene, bei der TRESCON Personal Intensiv-Veranstaltung zur Konfliktfestigkeit von Unternehmen, die notwendige innere Haltung bei Konfliktsituationen sichtbar. Wichtig sei, nicht immer gleich zu bewerten und zu beurteilen, sondern zuerst einen Schritt zurückzugehen und wahrzunehmen.

Zum Thema „Konfliktfest in den neuen Arbeitswelten- so stärken Sie Ihr Unternehmen bzw. Ihre Organisation“ konnte TRESCON-Partner Bernhard Winkler am 20.04.2017 drei exzellente Experten/innen dem interessierten Auditorium vorstellen: Kurt Faller, Barbara Kobluk und Gerhard Führer.

Für Kurt Faller, der seit 20 Jahren als selbstständiger Mediator, Organisationsberater und Coach tätig ist, ist es wichtig, durch achtsames Management in den neuen Arbeitswelten antwortfähig zu bleiben. Nicht der Konflikt sei das Problem, sondern die Art und Weise, wie wir damit umgehen. Arbeiten unter den Bedingungen hoher Unsicherheit und hoher Komplexität führen zu mehr Fehlern, Konflikten und gesundheitlichen Belastungen. Der Veränderungsdruck steigt und stellt den bisherigen Umgang mit diesen Problemen in Frage.

Die Auswirkungen sind laut Faller vielfältig:

  • Zunahme der Konflikte
  • Zunahme der Konfliktkosten
  • Überlastung der Führungskräfte
  • Überforderung der klassischen Konfliktanlaufstellen
  • Zunahme der Kosten der Streitbeilegung
  • Unterschiedliche Verfahren der Konfliktlösung

Als Antwort darauf nennt der Konflikt- und Mediationsexperte 6 Prinzipien der organisationalen Achtsamkeit:

  • Stabilitätsanker erhalten und weiterentwickeln
  • Perspektivenvielfalt organisieren
  • eine konstruktive Konfliktkultur entwickeln
  • nachhaltige Arbeitsqualität fördern
  • experimentellen Wandel ermöglichen
  • mittlere Führungskräfte stärken

       


Barbara Kobluk
, Head of Human Resources der Bilfinger Chemserv GmbH, hat  in ihrer vorangegangenen Tätigkeit als HR-Managerin der Wozabal Management GmbH ein innerbetriebliches Konfliktmanagement-system eingeführt, das mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet worden ist. Sie schilderte eindrucksvoll ihre Praxiserfahrung bei der Implementierung eines Konfliktlotsen- und  Kommissionsmodells.
Zielsetzungen zur Etablierung eines wirkungsvollen Konfliktmanagementsystems waren die Reduktion der Konfliktkosten, eine Entlastung von Führungskräften und Geschäftsleitung, die Steigerung der Mitarbeiterzufriedenheit sowie eine höhere Mitarbeiterbindung; wichtig war auch, die Energie und Kreativität, die in Konflikten steckt, konstruktiv zu nutzen und die Unternehmenskultur weiter zu entwickeln. Nicht zuletzt erwartete man sich dadurch auch ein positives Image der Unternehmensgruppe.

Man entschied sich für ein Kommissions- und Lotsenmodell: 25 Konfliktlotsen/innen aus allen Unternehmensbereichen (Konfliktberatung, Konfliktcoaching und Klärungsgespräche) und eine 3-köpfige Konfliktkommission (Unterstützung der Lotsen/innen, überbetriebliche Koordination von interner und externer Mediation). So wurden neue Ebenen der Konfliktregelung geschaffen.

 

Barbara Kobluk nannte als signifikante Herausforderungen in diesem Projekt die Integration in die Unternehmenskultur, die Überwindung der Schwellenangst der Mitarbeiter/innen, die Gewinnung der Akzeptanz der Führungskräfte sowie die Einbindung des Betriebsrats.

Den Abschluss fand diese spannende dreistündige Veranstaltung mit der Vorstellung des digitalen „Konflikt-Navigators“ durch Gerhard Führer als „cooles Tool“ in der Konfliktprävention. Als Lehr-Mediator begleitet Führer Unternehmen und Organisationen bei der Prävention und Bewältigung konflikthafter Situationen sowie schwieriger Veränderungen. Gemeinsam mit dem Amt der oö. Landesregierung hat er in einer Projektpartnerschaft das innovative Software-Tool „Konfliktnavigator“ entwickelt.

Der Konfliktnavigator ermöglicht es Mitarbeitern/innen, anonym und digital unterstützt auftretende Konflikte frühzeitig zu reflektieren und selbst zu handeln bzw. innerbetriebliche Angebote rechtzeitig in Anspruch zu nehmen („Niederschwelligkeit“). Gleichzeitig werden Führungskräfte durch standardisierte und qualitätsgesicherte Prozesse entlastet.

Ein besonderer Vorteil des Konflikt-Navigators ist die Standardisierung innerbetrieblicher Konfliktbearbeitung durch einheitliche, integrierte Prozesse, transparente und klare Verfahren sowie die Systemeinbindung interner und externer Bearbeitungsstellen; zusätzlich ergeben sich durch die Nutzung valide Ergebnisse zur Weiterentwicklung der Organisation.

Sie wollen auch in Ihrem Unternehmen an der Weiterentwicklung Ihrer Konfliktkultur und Ihren Konfliktmanagementsystemen arbeiten?
Dann kontaktieren Sie Dr. Bernhard Winkler, MBA CMC für ein erstes, unverbindliches Beratungsgespräch!

Bildquellen
TRESCON

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