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Das Forum Arbeit & Personal (WKO OÖ) und WIFI OÖ widmete sich mit der Veranstaltung „HR aktuell – Das Experten-Forum für Personalthemen“ am 13.11.2013 den Themen „Arbeitgeberattraktivität“ und „Talente entdecken“

V.l.n.r.: Mag. Herbert Wagner MBA, Dr. Silvia Weigl MAS, Univ.Prof. Mag. Dr. Markus Hengstschläger, Mag. (FH) Barbara Riedl-Wiesinger, Mag. Charlotte Hager, Mag. Barbara Engleder © WIFI OÖ GmbH

Forum Arbeit & Personal:"Wie können sich Unternehmen für morgen rüsten?" 

Das Forum Arbeit & Personal der WKO Oberösterreich und des WIFI Oberösterreich widmete sich in seiner Veranstaltung „HR aktuell – Das Experten-Forum für Personalthemen“ am 13. November 2013 den beiden Themen „Arbeitgeberattraktivität“ und „Talente entdecken“.

Unsere Mitarbeiterin, Christina Ausserwöger, war eine der über 200 Personalisten und HR-Manager, die an dieser Veranstaltung teilgenommen haben, und hat die Highlights der beiden Vorträge für Sie zusammengefasst:

Employer Branding Studie – „Wie man sich als Arbeitgeber erfolgreich positioniert“

Im ersten Teil der Veranstaltung präsentierten Mag. (FH) Barbara Riedl-Wiesinger (monster.at) und Mag. Charlotte Hager (comrecon KG) die Ergebnisse einer Employer Branding Studie des Online-Karriereportals monster.at. Für diese Studie wurden von comrecon 40 HR-Experten von Unternehmen unterschiedlicher Branchen zum Thema „Employer Branding“ mittels psychologischer Face to Face-Interviews befragt.

Aus der Studie ging hervor, dass die Mehrzahl der Personalverantwortlichen mit Employer Branding so gut wie gar nichts anfangen kann und die strategische Ausrichtung und Positionierung der Arbeitgeber-Marke nur von sehr wenigen Unternehmen forciert wird.

Mag. (FH) Barbara Riedl-Wiesinger empfahl eindringlich, eine Arbeitgeber-Positionierung mit klaren Versprechen auszuarbeiten und konsequent umzusetzen. Bei der Umsetzung empfiehlt es sich, das gesamte Wording mit passenden Bildern zu unterlegen und damit quasi zu codieren; der Auftritt muss einheitlich und stimmig auf allen bespielten Kanälen sein, um sich einerseits so präsent als möglich am Bewerbermarkt zu positionieren und sich andererseits gegenüber dem Mitbewerb deutlich abzugrenzen.

Diese verlange auch eine Wandlung des klassischen HR-Managers hin zu einem Business Partner, der über umfangreiche Kenntnisse aus Marketing, PR und Social Media verfügt. Nur so können Unternehmen die Herausforderungen des Bewerbermarktes (demographische Wandel, Generation Y) zukünftig meistern.

Talent – „Entweder man hat’s, oder man hat es nicht?!“

Nach dieser Präsentation, die sichtlich das eine oder andere Fragezeichen unter den Zuhörern ausgelöst hat, ging Univ.-Prof. Mag. Dr. Markus Hengstschläger in seinem Vortrag auf das Thema „Gene – Talente - Chancen“ ein.

In gewohnt eloquenter Weise präsentierte Hengstschläger mittels humorvollen Beispielen aus der Praxis dieses Thema und unterstrich eindringlich die Wichtigkeit der Talentförderungen für unsere Zukunft. Mittels der beliebten Floskel „Entweder man hat’s oder man hat’s nicht“ umschreiben wir gerne das Vorhandensein von Talenten. Hengstschläger definiert Talente jedoch als besondere Leistungsvoraussetzungen (=Genetik), die durch harte Arbeit (=Umwelt) in eine besondere Leistung (=Erfolg) umgesetzt werden müssen.

Um für die Herausforderungen der Zukunft gerüstet zu sein, muss man Individualität zulassen, abseits der Normen denken und die richtigen Fragen stellen, um vorwärts zu kommen und neue Wege beschreiten zu können. Fokussieren wir uns nur auf das Durchschnittliche, werden wir auch nur durchschnittliche Ergebnisse erhalten („das war schon immer so“) Der Fokus muss daher auf dem liegen, was der einzelne besonders gut kann und nicht auf der ausschließlichen Beschäftigung mit Schwächen. Es ist u.a. Aufgabe von HR, Mitarbeiter dort abzuholen, wo sie gerade stehen und weiterzuentwickeln und deren Stärken zu „stärken“ und Talente zu fördern. Nur so können die Fragen der Zukunft beantwortet werden.

Dieser Vortrag war sicher das Highlight dieses Forums und hat für die TeilnehmerInnen zahlreiche Denkanstöße für das berufliche wie auch private Umfeld gegeben.

Hier der Link zur Studie von Monster & comrecon 

Bildquellen
TRESCON

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